Blutzuckerwerte

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Inhaltsverzeichnis

Blutzuckerwerte

Die Blutzuckerwerte geben eine Einsicht über die Glukosekonzentration im Blut. Liegen diese Werte nicht mehr im Normalbereicht, dann spricht man von einer Unter- oder Überzuckerung.

Der Blutzuckerwert wird üblicherweise im Labor bestimmt. Es gibt aber auch tragbare Blutzuckermeßgeräte, durch die der Patient täglich selbst seinen Wert bestimmen und kinderleicht ablesen kann. Dadurch erübrigen sich lästige Arztbesuche. Ein tragbares Messgerät kann bei entsprechender Indikation durch den behandelnden Arzt verordnet werden und wird dann von den gesetzlichen sowie privaten Krankenkassen in der Regel übernommen.

Nüchtern Blutzucker und Diabetes

Die Blutentnahme kann morgens nüchtern vor der Nahrungsaufnahme erfolgen. Man spricht dann von vom sogenannten Nüchtern Blutzucker. Die Blutentnahme vor einer Mahlzeit nennt sich hingegen Präprandialer Blutzucker. Außerdem gibt es noch einen Postprandialer Blutzucker. Dieser wird wenige Stunden nach einer Mahlzeit gemessen.

Bei einer chronischen Erhöhung des Blutzuckers spricht man von einem Diabetes mellitus. Es kann keine Glukose in die Zellen aufgenommen werden. Dieses ist gekennzeichnet von einem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen. Der Diabetes mellitus verläuft meist sehr lange symptomfrei, so daß er leider oft erst sehr spät erkannt wird. Erst wenn der Blutzuckerwert sich über einen kritischen Wert bewegt, macht sich die Erkrankung bemerkbar. Die typischen Symptome sind Müdigkeit, Gewichtsverlust, Durst, Juckreiz, Harnwegsinfekte, Allgemeininfektionen, Sehstörungen sowie Antriebs- und Kraftlosigkeit.

Bei einem langjährigen Diabetes treten häufig Komplikationen auf, vor allem, wenn der Blutzuckerwert über längere Zeit schlecht eingestellt war.

Um einer Unterzuckerung entgegenzuwirken, sollte man immer rechtzeitig und genug essen. Sport, körperliche Anstrengung sowie Stress verbraucht zusätzlich Glucose (Zucker). Wenn man unterzuckert ist, sollte man daher umgehend etwas Süßes essen oder trinken. Patienten, die unter Unterzuckerung leiden, sollten immer ein Notfallset bei sich tragen, um bei Unterzuckerung den Glucose wert sehr schnell steigen lassen zu können. Alkohol kann eine Unterzuckerung begünstigen und sollte daher möglichst nur in Maßen zu sich genommen werden.

Unterzuckerung wegen Insulinmangel

Zu einer Überzuckerung kommt es als Folge eines Insulinmangels. Dieser kann verschiedene Gründe haben, wie zum Beispiel Fehler bei der Therapie durch falsche Insulingaben, Infektionen, Schwangerschaft oder auch Veränderungen des Hormonhaushaltes. Leichte Blutzuckererhöhungen bleiben oft unbemerkt, weil frühe Anzeichen erhöhter Werte wie Müdigkeit und Kraftlosigkeit oft unterschätzt werden, nicht ernst genommen oder unzureichend behandelt werden. Durch die Überzuckerung entsteht eine Übersäuerung. Erhöhte Blutzuckerwerte können mit Diät und Bewegung, Tabletten und Insulin entsprechend gesenkt werden.

Speisen und deren Inhaltsstoffe haben eine große Auswirkung auf die Erkrankung. Die Glucose beispielsweise ist solch ein Stoff und wird in Form von Zucker direkt oder indirekt als Kohlenhydrat verspeist. Glucose als Energielieferant kann seine Arbeit nur übernehmen, wenn es in die Zellen gelangt. Dafür wiederum ist das Insulin zuständig.

Mit einer Umstellung der Lebensweise kann man die Krankheit aber in den Griff bekommen, wodurch sich dann auch die eigene Lebensqualität wieder erhöht.

Diabetes Mellitus

Die Zuckerkrankheit auf Lateinisch: Diabetes mellitus geht mit zu hohen Blutzuckerwerten einher. Ursache dafür ist ein Mangel an Insulin (ein Hormon der Bauchspeicheldrüse) oder eine Unempfindlichkeit gegenüber Insulin. Dieses wird benötigt, um Zucker aus der Nahrung abzubauen. Alle Kohlehydrate werden bei der Verdauung zu Glucose abgebaut.

Symptome des Diabetes mellitus

Anzeichen für einen Diabetes sind eine unerklärliche Gewichtsabnahme, anhaltender Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine Anfälligkeit für Infektionen.

Zwei Krankheitsformen

Unterschieden werden zwei grundlegende Formen des Diabetes mellitus: Typ 1, der auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen ist, und Typ 2, der auch Altersdiabetes genannt wird. Bei der ersten Form ist ein Mangel an Insulin vorhanden, bei der zweiten eine Unempfindlichkeit gegen das Hormon. Beim Typ-1-Diabetes muss Insulin täglich mittels Spritzen dem Körper zugeführt werden, beim Typ-2-Diabetes kann es auch ausreichen, abzunehmen oder die Erkrankung kann mit Tabletten behandelt werden. Typ-1-Diabetes ist nicht heilbar, das Insulin muss zeitlebens dem Körper von außen zugeführt werden.

Besonderheiten des Diabetes Typ 2

Der Altersdiabetes wird häufig rein zufällig bei einer ärztlichen Routineuntersuchung entdeckt. In den Anfangsstadien wird die Resistenz gegenüber Insulin noch dadurch ausgeglichen, dass die Bauchspeicheldrüse das Hormon in größeren Mengen herstellt. Dieser Mechanismus ist aber irgendwann ausgereizt, dann steigt der Blutzuckerspiegel des Erkrankten an. Zum Vergleich: Normal ist ein Nüchtern Wert von 70 bis maximal 100 mg/dl.

Ständig erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße, was zu Nieren- und Augenschäden, Schlaganfall, Herzinfarkt und Nervenschäden führen kann. Diabetiker können dialysepflichtig werden oder es muss ihnen aufgrund der Gefäßschädigungen ein Bein amputiert werden.

Empfehlungen für Diabetiker

Daher ist es wichtig, beim Auftreten einer Zuckerkrankheit den Blutzuckerspiegel möglichst gut einzustellen. Typ-1-Diabetiker sollen sich ausreichend bewegen und gesund ernähren: nicht zu viel, nicht zu fett, genügend Ballaststoffe, wenig Alkohol. Dasselbe gilt für Typ-2-Diabetiker, nur, dass diese möglichst abnehmen und sich viel bewegen sollen. Eine Diabetes-Diät wird nicht mehr als notwendig erachtet. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Zuckerwerte, die nicht zu hoch und nicht zu niedrig werden sollen beides ist gefährlich, zu hohe Zuckerwerte und Unterzuckerung. Wenn sich ein Unterzucker ankündigt, sollte dem Körper rasch Glucose zugeführt werden beispielsweise in Form von Traubenzucker.

Insulin: Das lebenswichtige Hormon

Unsere Nahrung besteht hauptsächlich aus den drei Bausteinen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Wird die Nahrung aufgenommen, gelangt sie in den Magen und in den Darm, wobei die Kohlenhydrate in Glucose umgewandelt werden und diese von dort durch die Darmwand ins Blut gelangen. Glucose ist neben den Fetten ein Energielieferant für jeden Organismus und wichtig für die Funktion des Gehirns, des Nierenmarks und der roten Blutkörperchen. Um die Konzentration von Glucose im Blut zu regeln, existieren zwei verschiedene Hormone, die je nach Blutzuckerkonzentration vom Körper ausgeschüttet werden. Insulin hat die Eigenschaft inne, den Blutzuckerspiegel zu senken, wobei hingegen Glucagon diesen erhöhen kann.
Insulin wird in den sogenannten Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Der genaue Ort ist ein kleiner Zellhaufen die Langerhans-Inseln. Die Produktion von Insulin wird vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung in Gang gesetzt, da der Blutzuckerspiegel ansteigt. 10 Milligramm sind in der Bauchspeicheldrüse immer vorrätig, was in der Regel für fünf Tage reicht. Bei Ausschüttung wird der Speicher wieder aufgefüllt. Ein schnelles Absenken des Spiegels ist entscheidend für den Abtransport der Glukose aus der Gewebsflüssigkeit und dem Blutplasma hinein in das Zellinnere. Dort liefert es die vom Körper benötigte Energie oder es erfolgt eine Speicherung in Form von Glykogen. Diese Prozesse zeigen die wichtige Bedeutung des Hormons auf.

Bei einem gesunden Menschen liegt der Blutzuckwert bei nüchternem Magen normalerweise bei 60 – 100 mg/dl und schwankt den Tag über. Stresssituationen, schwere Verletzungen, Infektionen, Operationen oder ein Herzinfarkt steigern die Blutzuckerwerte, sie sind aber kein Hinweis auf Diabetes. Ein zu hoher Blutzucker, der Fachbegriff lautet Hyperglykämie, ist oftmals auch auf einen falschen und ungesunden Lebensstil zurückzuführen und lässt sich durch vorbeugende Maßnahmen in der Regel vermeiden. Wer häufig unter einem hohen Blutzucker leidet, riskiert schwerwiegende gesundheitliche Folgen einhergehend mit der Entwicklung einer Erkrankung an Diabetes. Einer geringfügigen Erhöhung des Wertes kann mit einer Ernährungsumstellung entgegengewirkt werden, wobei die Nahrung arm an Fetten und Kohlenhydraten und reich an Ballaststoffen und Vitaminen sein muss. Bei Einhaltung dieser Grundregel ist es möglich, ohne das zusätzliche Spritzen von Insulinersatzstoffen auszukommen. Vom Betroffenen sollte der Umstand, unter Diabetes zu leider, sehr ernst genommen werden, denn durch eine Falsch- oder Nichteinstellung können Gefäßschäden, Schlaganfälle, Herzinfarkte oder auch das sogenannte Zuckerkoma drohen.

Accu Chek Blutzuckermessgerät

Auf der Suche nach einem Accu Chek Blutzuckermessgerät?

Wenn Sie ein Accu Chek Blutzuckermessgerät kaufen möchten, so haben Sie sich für ein Markenprodukt entschieden. Die Firma Roche Diagnostics Deutschland GmbH bietet in 2011 ein Gerät zur Insulinpumpentherapie an und drei verschiedene Geräte zur problemlosen Blutzuckermesssung mit Batteriebetrieb.

Das oberste Kriterium ist die Meßgenauigkeit, denn schließlich geht es um die Gesundheit und die therapierelevanten Entscheidungen, die daraufhin vollzogen werden. Roche hat sich das Ziel, der größtmöglichen Meßgenauigkeit bei den Blutzuckermessgeräten der Marke Accu Chek auf die Fahne geschrieben.

Das aktuelle Accu Chek Aviva Nano, das Accu Chek Aviva und der Accu Chek Mobile arbeiten präzise, einfach und sanft bei der Blutzuckerselbstkontrolle. Sie sind leicht zu bedienen, fast selbsterklärend, robust und auch noch optisch recht ansprechend. Die alten Vorgängermodelle Accu Chek Compact, Accu Chek Compact plus, Accu Chek Comfort und Accu Chek Sensor sind nicht mehr in Produktion.

Es gibt zudem eine separat bestellbare Software CD für das Diabetes Managament am PC, die Accu Chek 360 Software. Hierzu benötigt man aber das passende Realtyme USB Kabel. Die gemessenen Daten können vom Accu Chek Messgerät heruntergeladen werden und in einem virtuellen Tagebuch abgelegt und ausgewertet werden.

Wer es einfacher wünscht, wählt das Accu Chek Smart Pix Datenauslesegerät, zu dem keine extra Software nötig ist. Blutzuckerwerte und Insulinwerte können von den jeweiligen vorhandenen Geräten abgelesen werden, auch von älteren Gerätetypen.

Das Accu Chek Blutzuckermessgerät Modell Aviva und Aviva Nano

Bei den beiden Geräten mit der Serienbezeichnung Aviva wird mittels eines Einzelstreifens gemessen. Bei den amperometrisch messenden Geräten wird das Blut über eine Kapillare in das Innere gesaugt und elektronisch untersucht. Je nachdem wie hoch der Glucosegehalt im Blut ist, desto unterschiedlich fällt die elektrische Spannungsmessung aus.

Der Wert wird auf dem Accu Chek Blutzuckermessgerät   im beleuchteten Display innerhalb von fünf Sekunden angezeigt und nur 0,6 Mikroliter Blut sind nötig. 500 Messwerte können gespeichert werden. Und durch die integrierte Infrarotschnittstelle werden diese mit der bereits erwähnten technischen Zusatzausrüstung direkt an den PC übertragen.

Praktisch zum Einstieg ist das Accu Chek Aviva Set mit dem Messgerät und einer ersten Ausstattung mit einer Stechhilfe, einigen Teststreifen, Lanzetten und einer entsprechenden Anleitung. Wie der Name Accu Chek Nano bereits andeutet, so ist dieses Gerät besonders klein, leichtgewichtig, lässt sich überall verstauen und liegt dabei angenehm in der Hand.

Das Accu Chek Blutzuckermessgerät Modell Mobile

Besonders stolz ist Roche auf die Auszeichnungen im Bereich Design, Bedienkomfort und Innovation, die es für sein Blutzuckermesssystem Accu Chek mobile erhalten hat im Jahr 2011. Für das gelungene Design hamsterte das Gerät allein drei Preise ein. Einmal beim red dot award und zweimal beim Plus X award. Dieses Messgerät kommt ohne Einzelstreifen aus. Das Gerät gibt es bereits seit Herbst 2009, aber Lorbeeren brauchen manchmal etwas mehr Zeit.

Im Inneren befindet sich eine Kassette mit fünfzig Testfeldern, die wie ein Endlosband arbeiten. Es muß daher kein Einzelstreifen von außen eingeführt werden. Am Gerät befestigt ist eine Trommel mit sechs Lanzetten für die sanfte Blutentnahme.

Diese integrierte Stechhilfe nennt sich Accu Chek FastClix Mobile. Diese Lanzetten Trommel und die Cassette können einfach und hygienisch entsorgt werden. Damit spart man sich bei diesem Accu Chek Blutzuckermessgerät gut ein Drittel an Zeit und Arbeitsabläufe beim Glukosetest.

Und es werden erfreulicherweise nur 0,3 Mikroliter Blut benötigt, also nur halb so viel wie, beim Modell Aviva. Ebenfalls überzeugend ist das enorme Datenmanagement, welches fünfhundert Werte speichern und miteinander verrechnen kann. Die Übertragung an den PC klappt auch hier mit der Infrarotschnittstell. Dieses Accu Chek Blutzuckermessgerät bietet derzeit die höchste

Accu Check Smart Pix

Sie sind auf der Suche nach dem Accu Check Smart Pix?

Der Accu Check Smart Pix ist das passende Gerät, um die ausgelesenen Werte der Accu Check Reihe per Infrarot-Schnittstelle auf den PC zu übertragen. Es ist eigentlich eine Verbindung zwischen den verschiedensten Geräten der Accu Check Reihe und dem PC. So können die Blutzucker- und Insulinwerte schnell und unkompliziert auf dem PC gespeichert und grafisch aufbereitet und ausgewertet werden.

Somit kann ein jeder Diabetiker die Daten nicht nur kurzfristig speichern, sondern sich ein eigenes Krankheitstagebuch auf dem PC erstellen. Das kann im Falle eines Falles auch dem Arzt wichtige Erkenntnisse liefern, wenn diese Werte über einen langen Zeitrahmen gesammelt werden.

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Kompatibilität des Accu Check Smart Pix zu anderen Accu Check Produkten

Ein Blutzuckermessgerät ist etwas Sinnvolles. Damit wird einem in Sekundenschnelle der Blutzuckerwert angezeigt und es kann notfalls schnell reagiert werden. Wenn dann aber der Speicher voll ist, können die Werte nicht mehr gespeichert werden.

Jetzt muss eine andere Lösung her und die ist bei den Blutzuckermessgeräten der Accu Check Reihe im Accu Check Smart Pix zu finden. Über diesen wird das entsprechende Messgerät mit dem PC verbunden und die Werte können so ausgelesen und übertragen werden. Möglich ist dies mit der Software Pocket Compass 3.0 für Handhelds sowie den folgenden Produkten:

Accu Check Mobile, Accu Check Aviva, Accu Check Compact Plus, Accu Check Compact, Accu Check Sensor, Accu Check Comfort, Accu Check Spirit, Accu Check D-TRONplus und Accu-Chek Voicemate Plus Sprachgerät.

Wer also eines der Geräte sein Eigen nennt, sollte auch über den Kauf des Accu Check Smart Pix nachdenken. Denn es sind dann keine zusätzlichen Kabel und Softwareprodukte notwendig, alles andere wird von Smart Pix erledigt.

Auswertung von Blutzucker-Daten mit dem Accu Check Smart Pix

Wer einen Accu Check Smart Pix besitzt, kann mit diesem die verschiedensten Werte von Accu Chec Blutzuckermessgeräten auf den PC übertragen. Doch damit nicht genug, denn es gibt dann auch am PC die unterschiedlichen Auswahlmöglichkeiten.

So kann der Anwender auf zwanzig verschiedene Darstellungen der heruntergeladenen Werte zurückgreifen und ist demzufolge sehr frei, was die persönliche Auswertung der Daten betrifft. Denn unter anderem kann ein Gesamtverlauf abgebildet werden, aber auch eine Tages- oder Wochenstatistik ist denkbar. Ergänzend zum Accu Check Smart Pix bietet eine separat zu erwerbende Software eine Tagebuch-Funktion für eine umfassendere Diabetesanalyse.

Wer es genauer wissen möchte, kann mit der Software sowohl die Blutzuckerwerte als auch andere relevante Daten über eine lange Zeit dokumentieren und auswerten. Dabei ist zu beachten, dass auch der Arzt sehr froh über einen Patienten ist, der auf ein solches Datenmaterial zurückgreifen kann. Das wäre aber ohne den Accu Check Smart Pix nicht möglich.

Die Bedienung des Accu Check Smart Pix

Auch wer sich mit dem PC und der Installation von Soft- und Hardware, der wird überrascht sein, wie einfach es ist, den Accu Check Smart Pix an einem PC anzuschließen. Bei diesem ist keine Software einzurichten, da im Lieferumfang bereits alles Erforderliche vorhanden ist.

So kann das Smart Pix also auch in kürzester Zeit an einem PC angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Schon kann die Erstellung von eigenen Statistiken und Grafiken in Angriff genommen werden. Diese können den Therapieverlauf dokumentieren und deshalb ist der Accu Check Smart Pix ein durchaus empfehlenswertes Gerät.

Blutzuckermessgerät

Verantwortlich dafür ist eine chemische Reaktion der im Blut enthaltenen Enzyme, die das Blutzuckermessgerät auswertet und anzeigt, beziehungsweise herausgibt.

Bis vor einigen Jahren war es noch üblich, den Gehalt des Blutzuckers ausschließlich über einen optischen Teststreifen zu ermitteln. Dies erwies sich jedoch als problematisch für Menschen, die unter einer Sehbehinderung leiden. Zudem waren die auf diese Art und Weise ermittelten Werte nicht sehr genau und es kam häufig zu falschen Interpretationen und somit zu ungenauen Behandlungen. Inzwischen gibt es Blutzuckermessgeräte, die auch eine akustische Ansage der Werte ermöglichen.

Es gibt verschiedene Komfortgeräte, die sogar eine Verwaltung der gemessenen Daten zulassen. Dabei ist eine interne Datenspeicherung möglich. Teilweise verfügen solche Blutzuckermessgeräte auch über eine Schnittstelle, über die das Messgerät mit einem Computer verbunden werden kann. So können die Daten übertragen werden. Davon profitiert zum Beispiel ein Arzt, der die ermittelten Werte so übertragen bekommen kann. Wer solch ein Gerät kaufen möchte, der sollte darauf achten, dass es mindestens einhundert Werte speichern kann.

Wer weniger technisch versiert ist, sollte auf ein einfaches Gerät zurückgreifen. Dabei sind weniger Bedienungsfehler möglich und die Werte werden genauer ermittelt. Inzwischen gibt es auch Blutzuckermeßgeräte auf dem Markt, die eine Entnahme von Blut zum Beispiel aus dem Oberschenkel erlauben.

Die preislichen Unterschiede der angebotenen Blutzuckermessgeräte sind zum Teil recht erheblich, was vor allem an unterschiedlichen Zusatzfunktionen und technischen Erweiterungen der Geräte liegt. Zu beachten ist, dass es nicht bei dem reinen Anschaffungspreis bleibt, denn im Laufe der Zeit fallen immer wieder Kosten für den Neukauf der nötigen Teststreifen an. Diese Folgekosten übersteigen den Wert des Gerätes nach einiger Zeit um ein Vielfaches. Es gibt aber auch Fälle, bei denen der Patient nur die Teststreifen kaufen muss, das eigentliche Messgerät wird vom Hersteller zur Verfügung gestellt oder von der Krankenkasse getragen.

Was ist Blutzucker

Die Höhe des Gehaltes an Glucose im Blut gibt den so genannten Blutzuckerspiegel an. Glucose ist ein wichtiger Stoff im Körper, denn er ist für die Energiezufuhr zuständig. Rote Blutkörperchen und auch das Nierenmarks könnten ohne Glucose überhaupt nicht arbeiten. Das Wechselspiel von zwei Peptidhormonen, die von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet werden, reguliert den Blutzuckerspiegel. Sinkt der Blutzuckeranteil im Blut, so wird Glucagon ausgeschüttet, bei einem Anstieg erfolgt die Ausschüttung von Insulin, um die Werte jeweils zu korrigieren.

Der Blutzuckerwert ist in der Medizin ein wichtiger Wert, denn er sagt viel über den Gesundheitszustand eines Patienten aus. Ist der Wert über eine längere Zeit erhöht, so liegt in den meisten Fällen Diabetes vor. Der Blutzuckerspiegel hat großen Einfluss auf die Leistung des Gehirns. So kann zum Beispiel Unterzucker, also ein zu niedriger Wert des Blutzuckers, die Leistung vermindern. Dies ist in der Regel mit einer erhöhten Ausschüttung von Adrenalin verbunden, auch Muskelzittern und Schweißausbrüche sind Anzeichen von Unterzuckerung.

Soll der Blutzuckerwert gemessen werden, so geschieht das durch die Entnahme von etwas Blut aus einem Kapillargefäß. Ein Stich in die Fingerspitze genügt schon. Das Blut wird auf einen Teststreifen übertragen, der anschließend in ein entsprechendes Blutzuckermessgerät eingeführt wird, welches die Berechnung des Wertes vornimmt. Der Wert wird dann in Millimol pro Liter angegeben, die Abkürzung dafür ist mmol/l. Je nach Alter des Getesteten unterscheiden sich die Normwerte des Blutzuckers deutlich. Ein Säugling sollte einen Wert zwischen 3,3 und 5,0 mmol/l haben, ein Erwachsener den höheren Wert von 5,0 bis 6,1 mmol/l. Sind die Werte erhöht, so spricht man von Hyperglykämie, bei zu niedrigen Ergebnissen liegt eine Hypoglykämie vor. Beide sind behandlungsbedürftig, die geeignete Therapie legt der behandelnde Arzt fest.

Methoden der Blutzuckermessung

Es haben sich inzwischen zwei Messmethoden durchgesetzt, die mit den in der Apotheke erhältlichen Blutzuckermessgeräten angewendet werden. Zum einen ist an dieser Stelle die optische Messung zu nennen. Hierbei wird Blut aus einem Kapillargefäß entnommen und auf einen Teststreifen aufgebracht. Die in dem Streifen befindlichen chemischen Stoffe lösen eine Reaktion mit dem Blut aus. Dadurch ändert sich die Farbe des Streifens. Ein Messgerät kann nun diese Änderung der Farbe erfassen und auswerten. Stärke und Dauer der Verfärbung sind die ausschlaggebenden Faktoren für die Bestimmung des Blutzuckerwertes, welcher nun einfach abgelesen werden kann.

Die zweite Methode der Blutzuckermessung ist die so genannte amperometrisch Messung. Eine Kapillare sorgt bei dieser Methode dafür, dass das Blut über einen Teststreifen in ein Testfeld eingesogen wird, das von außen nicht sichtbar im Blutzuckermessgerät befindlich ist. Im Testfeld selbst liegen verschiedene elektrische Leitungen, mit denen das Blut in Kontakt kommt. Vom Messgerät werden jetzt genau definierte elektrische Spannungen an die Kontakte gelegt, die Stromstärke, die entsteht, wird gemessen. Der eigentliche Blutzuckerwert wird nun durch den Verlauf der Stromstärke gemessen und angezeigt.

Als dritte Methode, die sich bei den Blutzuckermessgeräten in Zukunft durchsetzen soll, wäre die nicht-invasive Messung zu nennen. Diese sind die so genannten verletzungsfreien Messungen, das heißt, der Stich in den Finger oder das Ohrläppchen entfällt. Der Blutzuckerwert kann demnach ohne die Entnahme von Blut bestimmt werden. Eine Möglichkeit dafür ist die Spektralanalyse, bei der der Augenhintergrund beleuchtet wird. Dabei werden sehr genaue Werte geliefert. Die Qualität der Blutzuckermessungen kann erhöht werden, wenn ein passiver Sensor in das Auge implantiert wird. Die so ermittelten Werte können über einen Transponder an das Anzeigegerät übermittelt werden. Die zweite Möglichkeit der nicht-invasiven Messung ist die Verwendung eines Lasers, der durch die Haut hindurch den Blutzuckerwert misst. Nicht-invasive Messungen sind allerdings noch in der Erprobungsphase.

Rahmenbedingungen bei der Blutzuckermessung

Um den Wert des Blutzuckerspiegels möglichst genau zu bestimmen, ist die Einhaltung einiger Rahmenbedingungen unbedingt vonnöten. Nur so kann ein exaktes Ergebnis ermittelt werden, das nur wenige Abweichungen vom tatsächlich im Blut befindlichen Blutzuckergehalt zulässt.

Zuerst einmal sollten unbedingt die Hände gewaschen werden, wenn für den Test das Blut entnommen werden soll. Zum einen wird dadurch natürlich die nötige Sauberkeit gewährleistet, zum anderen wird die Durchblutung der Haut gesteigert, was die Entnahme des Blutes erleichtert. Zudem werden eventuell noch an der Hautoberfläche befindliche Zuckerreste von Speisen entfernt, die ebenfalls zu einem falschen Wert führen könnten. Bei der Blutentnahme ist darauf zu achten, dass der Finger nicht zu stark gequetscht wird, da sich durch die damit ausgedrückte Flüssigkeit des umliegenden Gewebes das Ergebnis verfälschen kann.

Der Teststreifen, der für die Messung benutzt werden soll, muss unbedingt genau zu dem Messgerät passen, da andernfalls ein falscher Wert ermittelt werden könnte. Daher sollten die vorrätigen Teststreifen auch nur in der Originalverpackung gelagert werden und nicht in anderen, bereits geleerten Verpackungen anderer Geräte oder Hersteller.

Selbst die Umgebung hat einen Einfluss auf den Messwert. Ist die Raumluft zu feucht, liegt der Wert also über achtzig Prozent, oder ist sie zu trocken, bei einem Wert unter zehn Prozent, so arbeitet das Messgerät nicht genau. Das gilt auch für die Raumtemperatur. Bei großer Kälte oder starker Wärme kann das Ergebnis verfälscht werden. Daher sollte die Raumtemperatur, bei der Messung, immer um zwanzig Grad Celsius liegen.

Das Blutzuckermessgerät selbst sollte in regelmäßigen Abständen neu kalibriert werden, damit es immer genau arbeitet. Dazu und auch zur Anwendung der Teststreifen und Durchführung der Messung ist die Betriebsanleitung des Gerätes zu lesen, hier werden wichtige Hinweise zur Durchführung der Blutzuckertests gegeben. Arzt oder Apotheker geben ebenfalls Auskunft, falls Fragen zum Test oder zum Gerät auftauchen.

Formularbeginn

Schwangerschaftsdiabetes nach der Entbindung

Zu allererst möchte ich erwähnen, daß ein Screening Test auf Schwangerschaftsdiabetes erst NACH der Entbindung des Kindes in aller Regel kein brauchbares Ergebnis zeigen wird, da der Schwangerschaftsdiabetes in aller Regel nach der Entbindung gleich wieder verschwunden ist. Es handelt sich um einen vorübergehenden Zustand während der Schwangerschaft.

Während der Entbindung:

Während der Geburt werden verschiedene Hormone im Körper der Frau produziert, die Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben können. Wenn das Kind zur Welt kommt, sollte der Blutzuckerspiegel der Mutter im Normbereich liegen, da das Kind möglicherweise sonst Unterzucker bekommen kann. Doch keine Angst: War der Schwangerschaftsdiabetes bekannt und wurde im Mutterpass vermerkt, haben Sie beim Vorstellungsgespräch in der Geburtsklinik darüber gesprochen, wird der Blutzuckerspiegel von Mutter und Kind während und nach der Geburt überwacht. Haben Sie selbst ein Blutzuckermessgerät, so sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel während der Geburt testen. Dies darf auch gern der werdende Vater übernehmen. Möglicherweise wird Ihr Kind hinterher besonders überwacht um sicher zu gehen, daß sich sein Blutzuckerstoffwechsel gut wieder einpendelt.

Nach der Entbindung:

Haben Sie während der Schwangerschaft Insulin gespritzt, so wird das ab dem Moment der Geburt nicht mehr notwendig sein. Auch das Blutzuckermessen entfällt weitgehend. Wenn Sie möchten können Sie gelegentliche Kontrolltests machen, zu Ihrer eigenen Beruhigung. Beachten Sie dabei, daß die strengen Grenzwerte nur während der Schwangerschaft gegolten haben. Bei nicht-schwangeren Menschen sind die Grenzwerte höher:

  • nüchtern < 110 mg%
  • 2 Stunden nach dem Essen < 140 mg%

1. Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Es wird empfohlen, 12 Wochen nach der Entbindung (bzw. nach dem Abstillen) eine Oralen Glucose Toleranztest durchzuführen.

Beim nächsten Kind:

Bei einer weiteren Schwangerschaft, wird man den Screening Test unter Umständen deutlich früher als in der 25. Schwangerschaftswoche durchführen, da sich mit zunehmendem Alter der Frau die Blutzuckerwerte oft früher schon erhöhen.

Oraler Glucose Toleranztest Zuckerbelastungstest

Wie bereiten Sie sich vor?

Einige Dinge sind zu beachten um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen. Der Test dauert 2 Stunden, ist somit etwas zeitaufwendiger. Umso wichtiger ist es hinterher ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten.

Los gehts!

  1. Am Tag vorher sollten Sie sich kohlenhydratreich ernähren (stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis etc.).
  2. Sollten Sie Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt in wieweit diese das Ergebnis beeinflussen.
  3. Vorher keine außergewöhnliche Bewegung. Nicht am Tag nach einer Wanderung o.ä.
  4. Mindestens 8 Stunden vorher nichts mehr Essen oder zuckerhaltige Getränke trinken.
  5. Vor und während des Tests darf nicht geraucht werden.
  6. Den Test nicht nach 9.00Uhr beginnen. Wichtig Da der Zuckerstoffwechsel dem tageszeitlichen Biorhythmus des Körpers folgt.
  7. Beim Arzt wird Ihnen dann nüchtern Blut entnommen und Sie werden eine Lösung mit 75 g Glucose trinken. Dann müssen Sie 2 Stunden warten. Während dieser Zeit unbedingt beim Arzt sitzen bleiben! Nicht zu sehr bewegen, nichts Essen, nichts Gesüßtes trinken, nicht rauchen. Nehmen Sie sich ein Buch mit o.ä.

Die Auswertung erfolgt durch den Arzt entweder noch am selben Tag, sofern der Arzt über die Möglichkeit verfügt die Blutzuckertests sofort zu bestimmen. Sonst wird er Sie zur Auswertung erneut einbestellen und Sie dürfen nun endlich frühstücken gehen!

Bei der Auswertung wird Ihnen der Arzt mitteilen, ob ein Diabetes oder eine Vorstufe (IFG/IGT) vorliegt.

Das volle Korn – gut gegen Diabetes

Eine Ernährung, die mehrere Portionen Vollkorn- und wenige Weißmehlprodukte pro Tag beinhaltet, kann vor Diabetes schützen und verringert laut einer aktuellen Studie Bauchfett. Liegt eine Diabeteserkrankung bereits vor, sollte das gesunde Korn ohnehin auf dem Tagesplan stehen, da die dort enthaltenden Ballaststoffe den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sind Vollkornprodukte empfehlenswert. Das volle Korn in Brot, Nudeln, Reis und Co. enthält viele B-Vitamine, Vitamin E sowie Folsäure. Neben den Mineralstoffen Calcium, Eisen, Zink und Magnesium enthält es weiterhin verschiedene Ballaststoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Kombination ist nicht nur gesund für Magen und Darm, sie sorgt auch für ein langes Sättigungsgefühl, da die Getreidesorten als volles Korn den Blutzucker stabil halten und Heißhungerattacken vorbeugen.

Weniger Bauchfett durch Vollkorn

In verschiedenen Studien wurde schon bewiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Vollkornprodukten langfristig das Risiko einer Typ-2-Diabetes senken kann.
Im Rahmen einer aktuellen Studie haben Forscher der Tufts University entdeckt, dass sich bei den Menschen deutlich weniger Bauchfett bildet, die bei Getreideprodukten die Vollkornvariante bevorzugen. Das Forscherteam befragte rund 2.800 Erwachsene nach ihren Ernährungsgewohnheiten und untersuchte dazu ihr Fettgewebe. Heraus kam, dass sich bei denjenigen, die sich von Vollkornprodukten statt von Weißmehlprodukten ernährten, deutlich weniger Bauchfett angesammelt hatte. Konkret bedeutet das, dass bei den Vollkornessern das Bauchfett rund um die inneren Organe geringer war (das sogenannten viszeralen Fettgewebe). Dieses gilt als Mitverursacher von Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten und Insulinresistenz, welche zusammen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes führen können. Den positiven Effekt von Vollkorn konnten die Forscher bei den Menschen beobachteten, die mindestens drei Portionen Vollkornprodukte pro Tag verzehrten. Kein positiver Effekt zeigte sich jedoch bei denjenigen, die neben den Vollkornportionen weiterhin viele Weißmehlprodukte zu sich nahmen. „Es ist also wichtig, Teile der Ernährung zu ersetzen und nicht bloß zusätzlich Vollkorn zu essen“, erklärt Studienautor Nicola McKeown.

Positiven Einfluss auf Diabetes

In Bezug auf Diabetes hat eine angemessene Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung sowie den Verlauf der Erkrankung. In diesem Rahmen sind für Diabetiker Vollkornprodukte vor allem darum interessant, da sie besonders ballaststoffreich sind und einen positiven Einfluss auf die Insulinwirkung sowie auf den Blutzuckerspiegel haben. Vollkornprodukte sorgen für eine gleichmäßige und langsamere Zuckerversorgung. Die enthaltenden Ballaststoffe verzögern den Übertritt der Kohlenhydrate aus dem Darm ins Blut. Zudem sorgen sie für eine gesunde Darmflora und für eine Senkung des Blutdrucks bei Hypertonie Patienten.

Professor Dr. Andreas Pfeiffer Ernährungsmediziner und Diabetologen von der Berliner Universitätsklinik Charité weist darauf hin, dass Diabetiker, die mit Vollkornbrot Blutzuckeranstiege vermeiden möchten, am besten zu Vollkornbrot greifen sollten, bei dem ganze Körner mitgebacken wurden. „Fein gemahlen bremst Vollkorn den Blutzuckeranstieg kaum noch mehr als Weißmehl“, sagt der Experte. Den Vorteil der ganzen Körner erklärt er damit, dass diese „im Darm nur schwer zu knacken“ seien und dass somit die enthaltenen, unverdaulichen Ballaststoffe den Anstieg des Blutzuckers besonders effektiv verhindern.

Oft steigt der Magnesiumbedarf im Sommer

In den Sommermonaten werden selbst überzeugte Coachpotatos oft zu aktiven Freiluftgängern oder gar zu Sportlern. Einerseits gesund, kann übermäßige Bewegung jedoch im untrainierten Zustand ungewünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Wer durch Sport extrem ins Schwitzen gerät, verliert reichlich Magnesium und muss als Folge mit Krämpfen rechnen. Mediziner raten hier zur zusätzlichen Aufnahme von Magnesium.

Der Körper benötigt Magnesium für die unterschiedlichsten Bereiche. Es wird beim Aufbau der Knochen und Zähne, zur Übertragung von Nervenimpulsen auf den Muskel bis hin zur Verwertung von Kohlenhydraten und Eiweißen im menschlichen Organismus eingesetzt. Da der Mineralstoff jedoch nur in geringer Konzentration im menschlichen Körper vorkommt, sollte er generell durch die Nahrung zugeführt werden. Die empfohlene Tagesdosis, die ein erwachsener Mensch aufnehmen sollte, liegt bei etwa 300-350 Milligramm.  Ein erhöhter Bedarf kann bei körperlichem oder geistigem Stress, bei Diabetes mellitus, in der Schwangerschaft und Stillzeit, in Wachstumsphasen, bei Sportlern sowie im Alter vorliegen.

Warum der Urmensch genug Magnesium aufgenommen hat

Jahrmillionen Jahre waren die Menschen sehr aktiv und sind ohne zusätzliche Nahrungsergänzungspräparate ausgekommen. Warum also heute Gedanken über die empfohlenen Tagesdosen machen? Um das zu beantworten lassen sich verschiedene Gründe anführen. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass die Nahrung unserer Urahnen erheblich vitamin- und mineralstoffreicher war. Denn statt der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln, haben unserer Vorfahren ihr Fleisch selbst gefangen und ihre Beeren frisch gepflückt. Wir dagegen verzehren meist industriell verarbeitete Produkte. Die moderne Nahrungsmittelverarbeitung entzieht jedoch den Nahrungsmitteln in der Regel ihren natürlichen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsfasern und ersetzt diese durch Salz, Fett und Lebensmittelzusätze, so Uli Burgstein (in seinem Werk ‚Burgsteins Handbuch für Nährstoffe’). Aus diesem Grund wird es für den Menschen immer schwieriger, sich gesund zu ernähren und den Nährstoffbedarf allein durch die Nahrung auszugleichen.

Mehr Magnesium für Sportlich aktive

Ein weiterer Unterschied zwischen dem Urmenschen und dem Menschen der Neuzeit liegt vor allem am veränderten Bewegungsverhalten. Während die Menschen vor langer Zeit noch regelmäßig aktiv waren, sind die Menschen heute oftmals nur in Perioden aktiv. Oft wird der Körper im Sommer plötzlich extrem gefordert, während er im Winter kaum bewegt wird. Diese dann ungewohnte Anstrengung führt zwangsläufig zu einer Überbelastung, die wiederum führt, dass der Körper schnell die vorliegenden Magnesiumreserven aufbraucht. Hinzu kommt, dass der Urmensch wohl weder schweißtreibenden Leistungssport in Form von Triathlon oder Marathon betrieben hat, noch wird er ausgiebige Sonnenbäder in der Mittagshitze genossen haben. Beides sind Situationen, die biologisch nicht vorgesehen sind. Das bestätigt der Leiter des Bereiches Sportmedizin der Charité, Campus Benjamin Franklin.

Woher das Magnesium nehmen?

Ob man sich nun zu den Extremsportlern oder den Sonnenanbetern zählt oder einfach nur verstärkt im Sommer schwitzt: Jeder Mensch sollte auf einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt achten. Insbesondere die Gruppe der Diabetiker, da hier laut einer Studie der Universität Stuttgart öfters ein Magnesiummangel auftreten kann. Laut einer Studie weisen hier nur 11 % der insulinpflichtigen und 15 % der nicht-insulinpflichtigen Studienteilnehmer optimale Magnesiumwerte auf. Als Grund für die geringen Werte, wird der Magnesiumverlust über die vermehrte Harnausscheidung genannt. Dieser ist eine Folge des gestörten Blutzuckerstoffwechsels.

Für die Deckung des täglichen Magnesiumbedarfs eignen sich insbesondere Nahrungsmittel wie Sonnenblumenkerne, Weizenkleie und Vollkornprodukte oder aber auch Haferflocken, Nüsse und Bohnen sind ebenfalls dienliche Lieferanten. Gehören diese Produkte zur regelmäßigen Ernährungsweise, ist ein starker Magnesiummangel seltener zu erwarten.

Anzeichen des Magnesiummangels

Symptome für einen akuten Magnesiummangel sind vermehrt auftretende Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Muskelverspannungen, Zerrungen und Muskelfaserrisse. Unruhe, Zittern, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen können ebenfalls auf Magnesiummangel hindeuten. Wer viel Alkohol konsumiert, zu Entwässerungstabletten und Abführmitteln greift oder die Antibabypille nimmt, sollte zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Magnesium greifen.

Qualität der Magnesiumpräparate überprüfen

Magnesiumpräparate sind nicht alle gleich. Die Konzentration ist sehr unterschiedlich und nicht alle enthalten Magnesium in organischer Form (Magnesiumcitrat). Dieses körperfreundliche Citrat kommt jedoch in allen Nahrungsmitteln vor und sollte somit auch im Nährstoffergänzungsmittel vorhanden sein. Sportler sollten vor allem auf eine hohe Dosierung achten und darauf, dass das Produkt möglichst keinen Zucker oder künstliche Süßstoffe beinhaltet.

Folgen einer Überdosierung

Mit dem Magnesium verhält es sich wie mit dem Vitamin C: Nach der Aufnahme wird es recht schnell wieder abgebaut. Sehr hohe Magnesiumkonzentrationen im Blut sind also unwahrscheinlich und nur bei Infusionen oder bei Nierenschäden zu erwarten. Ist der Magnesiumspiegel zu hoch, können jedoch Lähmungserscheinungen auftreten, welche auch die Atmung und die Blutdruckregulation beeinträchtigen. Im Extremfall kann es dann zum Koma kommen.

„10 Minuten Pflege am Tag“ – Diabetiker-Füße im Blick

Wenn es um das Thema Hautpflege geht, denken die meisten zunächst ans Gesicht. Diabetiker sollten jedoch vor allem auf ihre Füße achten: Durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel kommt es oft zu Beeinträchtigungen der Durchblutung und der Nervenfunktion – mit fatalen Folgen, wie eine Podologin im Interview erklärt.

Diabetiker leiden häufig unter einer Nervenstörung (Neuropathie), die sich vor allem an den Füßen bemerkbar macht. Wie kommt es dazu?

Nervenstörungen bei Diabetikern stehen meist in direktem Zusammenhang mit einem über längere Zeit erhöhten bzw. schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel. Nerven haben wie Stromkabel eine Isolierung – und diese Isolierung wird durch den erhöhten Blutzucker angegriffen. Da die Nervenenden an den Zehen besonders empfindlich sind, macht sich eine Neuropathie zumeist dort als erstes bemerkbar.

Warum ist die Fußpflege gerade für Diabetiker so wichtig?

Wenn die Nerven durch eine Neuropathie geschädigt sind, hat der Patient entweder ein vermindertes oder gar kein Schmerzempfinden mehr: Kleine Verletzungen, Risse in der Haut oder unter der Hornhaut werden gar nicht oder erst sehr spät bemerkt. Keime oder Pilze, die in solche Wunden eindringen, können dann schwere Entzündungen verursachen. Die Fußpflege ist beim Diabetiker so wichtig, um Problemstellen an der Haut frühzeitig zu erkennen oder diese ganz zu vermeiden. Eine dauerhafte Schädigung der Füße kann so weitgehend ausgeschlossen werden.

Wie viel Zeit müssen Diabetiker für die tägliche Fußpflege investieren? Worauf müssen sie dabei besonders achten?

Es kommt ganz darauf an, wie alt der Patient ist. Ein älterer Patient braucht grundsätzlich etwas länger als die jüngeren. Aber meiner Erfahrung nach liegt der Aufwand bei höchstens 10-15 Minuten am Tag. Diabetiker sollten zunächst darauf achten, dass ihre Haut durch tägliches Eincremen geschmeidig bleibt. Das Entstehen von Hautrissen wird so vermieden. Die tägliche Kontrolle mit einem Spiegel ist auch sehr wichtig. Der Patient kann so kleinere Verletzungen frühzeitig erkennen und sie behandeln lassen.

Was sind die wichtigsten Diabetiker-Fußpflege-Utensilien für zu Hause?

Hier gilt zunächst einmal der Grundsatz: keine spitzen oder scharfen Gegenstände wie Scheren oder Hornhauthobel. Die Haut am Fuß bzw. die Nagelhaut ist sehr empfindlich und kann damit leicht verletzt werden. Zum Kürzen der Nägel empfehle ich eine Glasfeile, zum Entfernen der Hornhaut einen Bimsstein.

Wie viele ihrer Patienten haben schon eine beginnende Neuropathie?

Etwa ein Drittel meiner Patienten hat bereits eine Neuropathie. Bei der Hälfte dieser Patienten ist die Neuropathie sogar bereits stark ausgeprägt.

Wie können sich die Symptome einer Neuropathie äußern?

Viele Patienten kommen zu mir und berichten von kribbelnder oder brennender Haut, vor allem nachts. Man spricht hier auch von Plus-Symptomen, also einer allgemeinen Überreizung der Haut. Solche Symptome sind Hinweise auf eine beginnende Neuropathie. Im fortgeschrittenen Stadium spricht man dann von Minus-Symptomen, d. h. der Patient verliert zunehmend die Empfindung an den Füßen. Die Gefahr von Haut- und Nagelschäden steigt erheblich an, denn auch das Schmerzempfinden lässt nach.

Wie können Sie eine beginnende Neuropathie feststellen?

Wenn ein Patient zum ersten Mal zu uns in die Praxis kommt, erfassen wir zunächst einmal gründlich den Zustand der Füße. Neben einer allgemeinen Untersuchung nach vorhandenen Hornstellen, Blasen und Rissen in der Haut machen wir einige neurologische Tests, wie zum Beispiel den Stimmgabeltest. Bei diesem halte ich dem Patienten eine angeschlagene/schwingende Stimmgabel an verschiedene Punkte des Fußes und überprüfe so, inwieweit der Patient die Vibrationen spürt. Ein Patient mit stark ausgeprägter Neuropathie spürt bei diesem Test keinerlei Vibrationen mehr.

Was können Diabetiker tun, um eine Neuropathie im Vorfeld zu verhindern oder das Voranschreiten zu bremsen?

Das Wichtigste ist zunächst die Einstellung des Blutzuckerspiegels durch einen Diabetologen oder den Hausarzt. Wer dann noch regelmäßig seine Füße pflegt und gegebenenfalls einen Podologen aufsucht, kann das Risiko einer Fußschädigung erheblich reduzieren. Auch ausreichende Bewegung ist sehr wichtig. Der Diabetologe bei uns macht jedes Jahr mit der Diabetes-Selbsthilfegruppe einen kleinen Lauf am Rhein. Dabei wird zu Beginn und am Ende der Blutzuckerspiegel gemessen. Die Teilnehmer sind immer wieder überrascht, wie sich schon eine halbe Stunde Bewegung positiv auf ihren Zuckerspiegel auswirkt. Ein niedriger Blutzuckerspiegel senkt natürlich auch das Risiko einer Neuropathie. Darüber hinaus gibt es Benfotiamin-Präparate, die bereits im Diabetes-Anfangsstadium dem Entstehen von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen entgegenwirken. Auch bestehende Beschwerden wie Missempfindungen in Füßen und Händen können wirksam gelindert werden.

Was berichten Betroffene, die ein Benfotiamin-Präparat einnehmen?

Eine meiner Patientinnen nimmt solch ein Medikament seit über einem Jahr ein. Sie hat eine stark ausgeprägte Neuropathie. Bei ihr hat sich durch die Einnahme eine Verbesserung der Gefühlsempfindung in den Füßen eingestellt – und sie berichtet, dass sie seit einem halben Jahr keinerlei Krämpfe mehr in den Waden hat.

Was kann passieren, wenn eine Neuropathie nicht behandelt wird?

Die Spätfolgen einer unbehandelten Neuropathie sind fatal: nicht mehr behebbare Deformierungen der Füße, Schwielen und nicht selten darunterliegende Geschwüre. Wenn dann noch ein Keim eindringt und eine Entzündung hinzukommt, kann sich daraus ein diabetischer Fuß entwickeln – im Extremfall müssen sogar der Fuß oder Teile des Fußes abgenommen werden.

Müssen Frauen anders auf ihre Füße achten als Männer? Gibt es da Unterschiede?

Frauen achten generell besser auf ihre Füße als Männer. Sie sind von Haus aus mehr auf Pflege und Schönheit bedacht. Ich mache aber immer wieder die Erfahrung, dass Männer – wenn sie erst einmal über die Risiken einer Neuropathie aufgeklärt wurden – ebenso engagiert mitarbeiten wie Frauen.

Als Special zum Sommer: Was sagt die Podologin?

Darf man als Diabetiker am Strand barfuß laufen?

Grundsätzlich darf man als Diabetiker barfuß am Strand laufen. Liegt allerdings bereits eine leichte Neuropathie vor, rate ich dringend davon ab. Die Gefahr einer Verletzung durch Spitze oder scharfkantige Gegenstände wie kleine Steine, Muscheln oder Strandgut ist sehr hoch. Es können Blasen und Entzündungen entstehen, die nur schwer zu behandeln sind. Es wäre sehr schade, wenn man aufgrund eines halbstündigen Strandspaziergangs seine Füße dauerhaft schädigt.

Wie können Diabetiker ihre Füße an warmen Tagen entlasten? 
Häufig schwellen die Füße dann schneller an und es entstehen Druckstellen. Solche Schwellungen und Druckstellen sind meist nur kleine, unbedenkliche Ödeme. Schnelle Abhilfe und Erfrischung schafft hier ein kühles Fußbad. Dieses sollte aber nicht länger als drei Minuten dauern. Die Haut wird sonst zu weich, dass begünstigt das Eindringen von Keimen und Pilzen.
Im Sommer möchte man doch gerne schöne Schuhe tragen, gerade als Frau!

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn man schon eine beginnende Neuropathie/Nervenstörung hat?

Meiner Meinung nach sollte grundsätzlich immer die Gesundheit im Vordergrund stehen. Diabetiker mit einer Neuropathie sollten sich die Frage stellen: Möchte ich modische Schuhe tragen oder etwas für die Gesundheit meiner Füße tun?

Bluthochdruck bei Menschen mit Diabetes

Bluthochdruck und Diabetes treten nicht nur oft zusammen auf – sie haben auch gemeinsam, dass sie häufig lange Zeit unbemerkt bleiben und somit nicht oder nur unzureichend behandelt werden. Bis zu 80 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ-2 haben erhöhten Blutdruck und auch bei Diabetes Typ-1 tritt er in bis zu 40 Prozent der Fälle auf. Gesteigerte Risikofaktoren für Diabetiker mit Hypertonie sind insbesondere kardiovaskuläre Krankheiten und mikrovaskuläre Komplikationen.

Zu hoher Blutdruck ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Ist der Blutdruck laufend erhöht, schädigt das große und kleine Blutgefäße, die den Körper mit Sauerstoff versorgen. In vielen Fällen merken Betroffene die Hypertonie nicht, da sie sich fit und leistungsstark fühlen. Dadurch erhöhen sich jedoch Folgerisiken, wie die eines Schlaganfalls drastisch. Oft wird der Bluthochdruck erst bemerkt, wenn bereits Folgeschäden aufgetreten sind. Entstehen Diabetes und Bluthochdruck unbemerkt zusammen, können anfangs unbeteiligte Organe stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Die eine Erkrankung begünstigt die Folgen der anderen und umgekehrt.

Bluthochdruck und Diabetes

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Grenze zwischen normalem und erhöhtem Blutdruck bei 140 / 90 mmHg festgelegt. Werte die darüber hinausgehen werden als Hochdruck bezeichnet, der behandelt werden muss. Weiter hat die WHO auch unterhalb von 140 / 90 mmHg einen Bereich definiert, der als „hoch-normaler“ Blutdruck gilt. Bei Diabetikern zum Beispiel können blutdrucksenkende Maßnahmen bereits in diesem Bereich sinnvoll sein. Eine Empfehlung der WHO ist hier ein Blutdruck von unter 120 / 80 mmHg.
Bluthochdruck oder auch arterielle Hypertonie genannt, ist für die meisten Diabetiker ein Normalzustand. Laut Diabetes Ratgeber haben rund 70 Prozent aller Typ-2 Diabetiker erhöhte Werte. Etwa elf Jahre nach Diagnosestellung steigt die Zahl auf 80 Prozent. Bei Diabetes Typ-1 ist dagegen der Zusammenhang von Bluthochdruck und Diabetes etwas geringer. Aber auch hier hat jeder Zweite, rund 20 Jahre nach Diagnosestellung erhöhte Blutwerte.

Bluthochdruck und seine Auswirkungen

Bluthochdruck greift alleine oder auch im Zusammenspiel mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes, erhöhten Blutfetten oder Rauchen die Blutgefäße an. Diese sind bei gesunden Menschen elastisch und können sich der jeweiligen Belastungssituation anpassen. Durch den ständigen Hochdruck kommt es jedoch zu einer Dauerbelastung der Arterienwand, die zu Gefäßveränderungen führen kann. Diese gehen mit einer Verdickung, Verkalkung und dem Elastizitätsverlust des Gefäßes einher. Das Gefäß wird immer enger und der Blutdruck immer höher. Bluthochdruck hinterlässt also auf Dauer seine Spuren an verschiedenen Organen: schlechte Augen, Herzinfarkte, kaputte Nieren und Schlaganfälle können die Folge sein. Bleibt er unbehandelt, können schwerwiegende Schäden an den Organen entstehen. Bei Diabetikern erhöht sich das Schlaganfallrisiko sogar um ein zehnfaches.

Bluthochdruck behandeln

Die Basis zur Behandlung von Hypertonie ist wie auch bei der Diabetesbehandlung eine gesunde Lebensführung sowie zusätzlich zur Blutzuckerkontrolle die regelmäßige Überprüfung des Bluthochdrucks. Die Werte der Blutdruckmessung sollten zusammen mit den Blutzuckerwerten in dem Diabetiker-Tagebuch notiert werden, um so die verschiedenen und Einfluss nehmenden Alltagsbedingungen auf einen Blick erfassen zu können. Die Übersicht der Werte bildet für den Arzt die Grundlage, um das Therapieziel festzulegen und zu entscheiden welche Medikamente verabreicht werden müssen.

Wichtig sind für den Patienten vor allem die regelmäßige Bluthochdruckmessung sowie die Medikamenteneinnahme, auch nachdem das unmittelbare Therapieziel erreicht ist. Laut Diabetes Ratgeber nehmen viele Blutdruck-Patienten ihre Tabletten nicht, weshalb etliche Betroffene ihre Zielwerte nicht erreichen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals spielen Nebenwirkungen eine Rolle. Treten diese auf, sollte das Medikament nicht eigenmächtig abgesetzt werden, sondern eine Absprache mit dem Arzt getroffen werden.

Streitpunkt: Aspirin weiterhin zur Vorbeugung bei Arteriosklerose?

Wer einen Herzinfarkt überlebt hat, wird hinterher oft mit Aspirin therapiert. Auch Risiko- Patienten wurde lange Zeit empfohlen, 100 mg Aspirin pro Tag einzunehmen, um einen Infarkt abzuwenden. Diese Art der Vorbeugung gilt nun als umstritten.

Bei der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Herzheilkunde (ESC) wurde eine groß angelegte Studie vorgestellt, die den Nutzen von Aspirin zur Vorbeugung von Herzinfarkten in Frage stellt. An der Studie hatten fast 3.350 Männer und Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren teilgenommen. Bei allen Teilnehmern war zuvor die Krankheit Arteriosklerose festgestellt worden.

Was ist Arteriosklerose?

Bei einer Arteriosklerose kommt es zu einer Verengung und Verhärtung der Sauerstoff transportierenden Schlagadern (Arterien). Nach und nach lagert sich in den Gefäßwänden der Arterien immer mehr Fett ein. Dadurch werden sie nicht nur immer schmaler, sondern auch steifer, so dass das Blut nicht mehr richtig hindurchfließen kann. Je enger die Arterien werden, desto größer wird die Gefahr, dass sich etwas von dem verhärteten Fett an den Gefäßwänden ablöst und die Adern verstopft. Durch diese Verstopfung kann es zu einem Versorgungsengpass des Herzens kommen und ein Infarkt ausgelöst werden. Weniger lebensgefährlich, aber sehr unangenehm sind Durchblutungsstörungen in den Beinen, Augen und in der Leistengegend. Sie machen sich als Brennen, Sehschwierigkeiten und Impotenz bemerkbar. Zu den Ursachen einer Arteriosklerose zählen Diabetes mellitus, genetische Veranlagung, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und nicht zuletzt das fortgeschrittene Alter. Wenn einige Faktoren für Arteriosklerose wie beispielsweise Rauchen, Diabetes und Übergewicht zusammenkommen, steigt das Gesamtrisiko an.

Wie kann Aspirin gegen Arteriosklerose helfen?

Aspirin ist eigentlich nur der Markenname für ein Medikament der Firma Bayer. Der wichtigste Wirkstoff des Präparates heißt Acetylsalicylsäure und wird mit ASS abgekürzt. ASS stillt Schmerzen, hemmt Entzündungen und senkt Fieber. Außerdem soll ASS das Verkleben von Blutplättchen und Plaques in den Arterien verhindern. Dafür verkauft Bayer eine niedrig dosierte Aspirin-Variante namens Aspirin Cardio®. Die 100mg-Tablette wird täglich zur Vorbeugung von Menschen mit mehreren Risikofaktoren für Arteriosklerose eingenommen. Anscheinend ist das Medikament jedoch nicht annähernd so effektiv wie bislang angenommen.

Studienergebnisse enttäuschen

In der „Aspirin für Asymptomatische Arteriosklerose“-Studie wurden die 3.350 Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe erhielt über 8 Jahre hinweg ein wirkungsloses Medikament (Placebo), die andere Gruppe erhielt jeden Tag 100 mg Aspirin. Während dieser 8 Jahre wurden alle gesundheitlichen Ereignisse wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte dokumentiert. Auch wenn eine Operation zur Öffnung und Wiederherstellung eines Gefäßes notwendig war, wurde das in der Studie protokolliert. Nach Abschluss der Studie zeigte sich jedoch, dass in der Aspirin-Gruppe 181 Teilnehmer Schlaganfälle, Herzinfarkte oder eine Gefäßwiederherstellung erlitten hatten. In der Placebo-Gruppe waren es dagegen nur 176 Probanden. Die Studie war zwar nicht speziell für Menschen mit einem Diabetes mellitus angelegt worden, allerdings hatten viele Diabetiker teilgenommen. Da der Typ-2-Diabetes zu den wichtigen Risikofaktoren für Arteriosklerose gehört, ist das nicht weiter erstaunlich. Im Fazit der Studie weisen die Forscher auf den geringen Effekt von ASS beziehungsweise Aspirin bei der Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen hin. Das Risiko einer schweren Erkrankung lässt sich also nicht mit einer kleinen Tablette pro Tag reduzieren. Lediglich die Anstrengung einer Lebensumstellung hin zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung kann die unangenehmen Folgen der Arteriosklerose aufhalten.

 

Bergsport und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Unter tödlichen Bergsportunfällen sind mehr als zwei Drittel auf Herz-Kreislauf-Versagen zurückzuführen. Wanderer und Skiläufer sind davon am stärksten betroffen. Sollten Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen deshalb auf Wandern und Ski fahren verzichten?

Plötzliches Herzversagen mit Todesfolge tritt in der Gesamtbevölkerung in ein bis zwei Fällen pro 1.000 Menschen auf. Damit gehören sie zu den eher seltenen Todesursachen, doch gerade in der Bergunfallstatistik sind Herznotfälle nach Stürzen die häufigste Unfallursache. Ist Bergsport für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen also doch nicht so gesund, wie das viele Medien und Ärzte behaupten?

Herz-Kreislauf-Belastungen durch Bergsport

Bergswandern und Ski fahren gehören mit Abstand zu den beliebtesten Bergsportarten überhaupt. Egal ob Winter- oder Sommerurlaub, viele Reisebüros bieten Pauschaltouren zu den beliebtesten Skigebieten an. Ob die Urlauber irgendwelche Vorkenntnisse haben oder die körperliche Fitness für solche Unternehmungen mitbringen, überprüfen die Reiseanbieter natürlich nicht. Nach Untersuchungen des Deutschen Alpenvereins (DAV) wird das Risiko eines plötzlichen Herztodes beim Ski fahren durch einen Herzinfarkt in der Vergangenheit um fast 100 % erhöht. Beim Bergwandern dagegen nur um etwa 10 %. Besonders stark betroffen sind Männer ab 34 Jahren. Während ungeübte Bergwanderer spätestens ab dem 40. Lebensjahr vorsichtig sein sollten, nimmt das Risiko eines Herznotfalls bei Skifahrern erst um die 50 herum rapide zu. In der Regel handelte es sich bei den Verunfallten um Menschen, die trotz bekannter Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel und Herzerkrankungen keinerlei Vorsichtsmaßnahmen eingehalten hatten: Weder hatten sie zu Hause Belastungstest durchführen lassen, ärztlichen Rat für den Urlaub eingeholt oder sich regelmäßig körperlich betätigt.

Bergsport ist nicht die Ursache von Herznotfällen

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Versagen liegt also nicht in der sportlichen Betätigung in alpinem Gelände, sondern vielmehr in der mangelhaften Vorbereitung vieler Gelegenheitssportler. Wer seine Freizeit hauptsächlich vor dem Fernseher verbringt, darf keine körperlichen Höchstleistungen im Urlaub erwarten. Diese Tatsache wird jedoch ebenso häufig verdrängt, wie das bekannte Vorliegen der Herz-Kreislauf-Erkrankung selbst. Wer vor der Abfahrt seine Herzmedikamente noch mit einem Schnäpschen herunterspült, handelt einfach unverantwortlich. Frei nach dem Motto „Sport ist gesund und zwar immer“ missachten ungeübte Skifahrer und Wanderer immer wieder ihre körperlichen Grenzen. Herznotfälle in den Bergen hätten sich in den meisten Fällen verhindern lassen, wenn die Gelegenheitssportler einige elementare Sicherheitsregeln beachtet hätten.

Wie kann man Herznotfälle in den Bergen verhindern? 

„Ungewohnte Bedingungen bedeuten für den Organismus immer Stress“, sagen der Herzspezialist Martin Buscher und der Sportwissenschaftler Martin Faulhuber aus Insbruck. 50 % aller Herz-Kreislauf-Notfälle ereignen sich bereits am ersten Urlaubstag aufgrund übertriebener Anstrengung, wie beispielsweise zu schnelles Losgehen bei Beginn der Wanderung. Faulhuber und Buscher raten deshalb dringend, zu Beginn einer Tour Belastungstest und Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt durchführen zu lassen, um eventuelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennen zu können. Wenn bereits eine solche Krankheit bekannt ist, sollten deren Risikofaktoren minimiert werden. Das bedeutet, dass Blutzucker- und Cholesterinspiegel sowie der Blutdruck vor Reisebeginn unbedingt normalisiert werden müssen. Für jeden Gelegenheitssportler empfiehlt sich ein individuell abgestimmtes Aufbautraining: An längere Wanderungen mit schwerem Rucksack sollte man sich schon zu Hause mit länger werdenden Spaziergängen und entsprechendem Gepäck gewöhnen. Auch eine Überanstrengung durch plötzliche Verschlechterung des Wetters kann vorab vermieden werden. Für alle deutschen, österreichischen und schweizerischen Ski- und Wandergebiete kann man telefonisch oder im Internet 24 Stunden Wetter- und Tourenprognosen abfragen.

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