Emissions Kredit

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Was ist ein Emmissions Kredit?

Das Wort Emission wird in vielen Bereichen benutzt. Ein Emissions Kredit ist eine Aushändigung von Wertpapieren und die Platzierung auf dem Kapitalmarkt. Zudem werden die Ausgaben von Geld als Zahlungsmittel durch die Bank Emission genannt.
Erstausgaben und Unterbringungen neuer Aktien oder Wertpapiere erfolgen in der Regel unter Einschaltung einiger Kreditinstitute. Es sei denn, der Emittent ist selbst ein Kreditinstitut. Die Institute schließen sich zu einem Emissionskonsortium zusammen. Oft wird eine Abwicklung auch mit einem Konsortium, aus einigen selbstständigen Unternehmen, durchgeführt. Wozu dient diese Emission? In allererster Linie einer Kapitalbeschaffung. Das Wort Neuemission fällt im Zusammenhang mit neuen Börsengängen. Eine Voraussetzung ist, dass der Kurs von den Aktien über dem Nennwert liegen muss. Zusätzlich gibt es auch öffentliche Emissionen, zum Beispiel Ausgaben ganz neuer Anleihen der Bundeszentralbank. Diesen Emissions Kredit wird in Fachkreisen auch als „Begebung“ bezeichnet, ein sogenanntes Synonym für das Wort Emission.

Aufgabenstellung und Ziele

Unternehmen beabsichtigen mit einer Begebung eine Erhöhung des Eigen- oder Fremdkapitals, es entspricht von einem Emissions Kredit. Dieses Eigenkapital wird durch einen Börsengang, eine Ausgabe von Aktien, beschafft. Daraufhin kommt das Konsortium ins Spiel.

Der Gang an die Börse

IPO (Initial Public Offering), der Börsengang wird oft so bezeichnet, bietet Aktien des Unternehmens öffentlich an der Börse an. Dieser öffentliche Handel mit Wertpapieren ist eine Neuemission. Jedes Unternehmen besitzt natürlich unterschiedliche Beweggründe, warum es sich an der Börse anbieten möchte. Ein ganz bedeutendes Motiv ist die Möglichkeit, dem Unternehmen eine finanzielle Spritze zuzuführen. Dies ähnelt einem Emissions Kredit, den das Unternehmen erlangt.

Praktische Beispiele für einen Emissionskredit

Im Jahre 2012 ging das Unternehmen Facebook an die Börse. Am 1. Februar stellte es erstmals den Antrag zur Börsenzulassung und fast zwei Monate später, am 18. Mai 2012, wurde Facebook an der NASDAQ willkommen geheißen. Pro Aktien lag der Ausgabekurs bei 38 US-Dollar. Nach kurzer Zeit wurde über Einnahmen von 16 Mrd. US-Dollar berichtet. Daraufhin wurde das Facebook-Unternehmen auf ca. 104 Mrd. US-Dollar hochgestuft, das war ein außergewöhnlich hoher Emissions Kredit. In den folgenden Tagen stürzte der Kurs allerdings radikal nach unten ab, auf 18 US-Dollar. Die Aktie an sich gewann jedoch an Wert, bis zum Jahre 2015 stieg sie auf über 100 US-Dollar an. Um alles ein wenig verständlicher zu machen, finden Sie hier ein Video, welches praktische Hinweise liefert,

Bookbuilding/ Orderbuchverfahren

Es ist ein Verfahren, welches hilft, einen Emissions Kredit zu tätigen. Zurzeit ist es die meist benutzte Variante, Unternehmen benutzen diese gerne, um die Preisbildung von Wertpapiere herzustellen. Alle interessierten Investoren können daraufhin Zeichnungswünsche an den Book Runner weitergeben. Das erfolgt natürlich innerhalb einer festgelegten Zeit und es müssen die gewünschten Preisvorstellungen hinzugefügt werden. Dieser Book Runner ist das Emissionskonsortium. In der nächsten Phase kann dann ein marktorientierter Preis festgelegt werden, das nennt man auch Order-Taking-Phase.
Ist in diesem Zeitraum eine hohe Nachfrage zu verzeichnen, höher als das Angebot, kommt es zu einer Überzeichnung. Dieses zusätzliche Angebot wird dann später einfach zugeteilt und nennt sich Greenshoe.
Doch existieren noch zwei weitere Verfahren, das Festpreis- und das Auktionsverfahren. Heutzutage hat das Festpreisverfahren allerdings keine Bedeutung mehr.

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