Heckenscheren

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Wenn im Frühling und Sommer im Garten alles grünt und die Büsche und Bäume ausschlagen, ist die Stunde der Heckenschere gekommen. Mit ihr kann man den widerspenstigsten Dornen, Zweigen und Ästen verschiedenster Hecken, sowie Baum- und Buscharten zu Leibe rücken. Dabei ist die Heckenschere bei weitem nicht mehr nur das, was früher darunter verstanden wurde. Denn das scharfe Utensil kann nicht mehr nur von Hand bewegt werden, sondern auch mit diversen Antrieben. Dabei gibt es mittlerweile Modelle mit Benzin aber auch mit Akku. Nicht vergessen, sollte der Nutzer, dass es sich bei einer Heckenschere, ob nun bewegt mit der Hand oder einem mechanischem Antrieb, um ein überaus scharfes Werkzeug handelt. Größte Vorsichtig ist also geboten, wenn man wirklich nur Gras, Strauch und Hecke und nicht auch noch die eigenen Gliedmaßen beschneiden möchte. Weil Art, Größe und Antrieb der Heckenschere den Gegenheiten angepasst werden müssen, sollen nachfolgend die verschiedenen Typen der Heckenschere kurz vorgestellt werden:

Die Akku-Heckenschere

Sollten Sie sich für eine Heckenschere mit Motor interessieren, können Akku-Heckenscheren die richtige Variante sein. Dieses Werkzeug arbeitet, je nach gewünschter Leistung entweder mit einer Spannung von 18 Volt oder 36 Volt. Bei 36 Volt haben die Heckenscheren meist einen Schnellladeakku, der sich innerhalb von 30 bis 45 Minuten voll aufladen kann. Mit einem solchen Akku kann die Heckenschere etwa 50 Minuten betrieben werden. Dabei gibt es für einen etwas höheren Preis sogar Akku-Heckenscheren , die ein kleines Sägeblatt antreiben können. Doch insgesamt eignet sich das Utensil im Garten vor allem für kleine und unkomplizierte Arbeiten. Dazu zählen das Trimmen der nicht ganz so widerspenstigen Hecke und die Bearbeitung der kleinen Sträucher im Vorgarten.

Der eingebaute Akku macht den Benutzer dabei überaus mobil, ohne dass er sich mit Kabeln und Steckdosen herumschlagen müsste. Außerdem liegt das Gewicht mit drei bis vier Kilogramm pro Gerät deutlich unter dem Gewicht einer elektrisch – oder Benzin betriebenen Heckenschere. Auch der Preis ist weitaus günstiger als bei den übrigen Modellen. Der Nachteil ist, dass die Leistung nicht sehr hoch ist. Für die höheren Leistungsansprüche kann auch bei der Akku Heckenschere nicht auf ein Kabel verzichtet werden. Bei Akku Heckenscheren gibt es oftmals Ersatz- oder Wechselakkus, die im Handel erworben werden können. Einige Geräte arbeiten auch mit zwei Akkus. Doch trotz dieser Verbesserungen ist die Leistung einer elektrischen Heckenschere von einer Akku Heckenschere nicht zu erreichen. Auf die Akku Heckenschere sollte man zurückgreifen, wenn man nur selten kleinere Beschneidungseinsätze plant, die darüberhinaus auch nicht zu viel Lärm machen sollen.

Strauchscheren

Die Akku Schere gibt es nicht nur für Hecken, sondern auch für Sträucher. Diese ist Akku Strauchschere wird in der Regel mit der Hand geführt und zeichnet sich deshalb durch ein verhältnismäßig kurzes Schwert aus. Die Spannung der Strauchschere ist mit maximal 12 Volt geringer, als bei einer Akku Heckenschere. Dafür haben die meisten Modelle einen Lithium-Ionen-Akku. Dieser ist sowohl leicht zu laden, als auch mit eineinhalb bis zwei Stunden Laufzeit besonders leistungsfähig. Die Strauchschere ist den besonderen Anforderungen von Sträuchern und Gräsern angepasst. Vor ihrem Einsatz sollten Sie sich also mit der Art der zu bearbeitenden Gräser und Sträucher auseinandergesetzt haben.

Die elektrische Heckenschere

Wer in seinem Garten auch dickeren Ästen zu Leibe rücken möchte, sollten statt auf eine Akku Heckenschere, lieber auf eine elektrische Heckenschere zurückgreifen. Dieses Werkzeug arbeitet mit einem Kabel. Damit ist zwar die Mobilität eingeschränkt, dafür eine höhere Leistung gewährleistet. Für die Elektroheckenschere gibt es außerdem unterschiedliches Zubehör, zum Beispiel einen Teleskopstiel oder einen Fangsack. Das Kabel der gängigen Modelle der Elektroheckenschere ist meist mehrere Meter lang, womit auch längere Wege zurückgelegt werden können. Äußerste Vorsicht ist hier geboten, denn oftmals wird nicht darauf geachtet, dass das Kabel nicht im Schnittbereich liegt und dieses dann mit der Schere durchtrennt. Wer mit seiner Heckenschere über Kopf oder auf einer Leiter arbeiten muss, wird die Nachteile eines Elektrokabels merken. Für eine Elektroheckenschere sollte sich entscheiden, wer mehr Leistung als bei einer Akku Heckenschere sucht, dabei aber nicht soviel Lärm, wie mit einer Benzin Heckenschere produzieren möchte. Elektroheckenscheren sind außerdem äußerst umweltschonend. Elektroheckenscheren haben ein deutlich längeres Schneideblatt, als Akku Heckenscheren und sind deutlich leichter und einfacher zu handhaben, als Benzin Heckenscheren.

Die Motorheckenschere

Die größten und leistungsfähigsten Modelle von Heckenscheren sind von Motoren und Benzin angetrieben. Diese Heckenscheren kann sehr große Sägeblätter haben und selbst dickere Äste durchsägen. Durch ihren Antrieb hat sie oftmals ein immenses Gewicht und ist deshalb eigentlich nur von Profis zu bedienen. Die Motorenheckenschere produziert teilweise immense Abgase und einen höllischen Lärm, so dass oftmals Schallschützer zum Einsatz kommen müssen. Der Preis von Motorenheckenscheren ist auch deutlich höher, als bei anderen Modellen. Wer dieses Werkzeug nicht allzu häufig benötigt, sollte von einem Kauf absehen und es sich besser mieten. Der größte Vorteil der benzinbetriebenen Heckenscheren ist zweifellos ihre Leistungsfähigkeit. Sie werden meist von einem Zweitaktmotor angetrieben. Wenn bei einer elektrischen Heckenschere die Sägemesser verkanten und später abstumpfen können, ist die bei einer Benzinheckenschere nicht zu befürchten. Durch den Motor und die robusten Sägeblätter können auch dicke Äste mühelos durchtrennt werden. Für Stämme reicht auch dieses Werkzeug allerdings nicht aus. Dafür muss eine Kettensäge zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil der Motorenheckenschere besteht in der Flexibilität im Einsatz. Kabel können hier nicht störend im Weg liegen. Weite Wege sind kein Problem. Doch Motor und Benzin können schonmal einige Kilo auf die Waage bringen. Ein optimaler Einsatz ist also nur möglich, wenn die entsprechende Körperkraft aufgebracht werden kann. Aufgrund dieser Einschränkungen werden Motorenheckenscheren meist für gewerbliche Zwecke genutzt. Wer sich trotzdem für die Anschaffung einer Motorenheckenschere entscheidet, sollte sich über hohe Anschaffungs- aber auch Unterhaltskosten im Klaren sein.

Die Handheckenschere

Natürlich gibt es nach wie vor auch Handheckenscheren, ohne Antrieb. Diese ähneln schon eher richtigen Scheren und es gibt sie mit den verschiedenen Längen der Scherblätter und unterschiedlichen Hebeln. Diese Scheren werden meist zum Nachschneiden größerer Flächen, die vorher mit angetriebenen Heckenscheren geschnitten wurden, eingesetzt. Für weiche Zweige, kleine Ecken und Kanten sind diese Heckenscheren nach wie vor optimal. Die Handheckenschere ist für die Feinheiten in der Gartenhecke zuständig und hat außerdem den Vorteil sie so lange zu benutzen, wie es einem beliebt. Handheckenscheren gibt es auch mit Teleskopstange. Meist werden diese Modelle aber als sogenannte Astschneider angeboten. Mittels eines Bandes können die Scherblätter auch über eine längere Distanz zusammengezogen werden und somit Äste durchsägt werden.

 

Heckenscheren mit Fangsack

Beim Einsatz einer Heckenschere fallen logischerweise eine Menge Blätter sowie Strauch-, Zweig- und Astreste auf den Boden, die danach wieder zusammengekehrt werden müssen. Das kann anstrengend werden. Und deshalb lohnt sich der Blick auf jene Heckenscheren, die mit einem sogenannten Fangsack angeboten werden. Der Fangsack ist der durchschnittlichen Schnittmenge des jeweiligen Gerätes angepasst und dennoch oftmals zu klein oder zu billig. Optimal ist vor allem eine Art Schlauchkonstruktion als Auffangkorb. Damit werden sowohl große als auch kleinste Reste aufgefangen. Der Korb kann außerdem leicht entleert werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass beim Heckenschneiden ein Fangsack fast immer die Handhabung erschwert und beim Betrieb der Schere im Weg ist. Die meisten Modelle von Heckenscheren werden ohne Fangsack angeboten, der als Zubehör zugekauft werden kann. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Heckenschere die notwendigen Vorrichtungen für das Anheften des Sackes aufweist.

Lange- und Teleskopheckenscheren

Neben sehr kurzen Heckenscheren gibt es auch sehr lange Modelle, mit denen man ein ungleich weitere Reichweite des Sägeblattes erzielt. Mit Langstiel und Langarm lassen sich auch die höchsten und kompliziertesten Hecken schneiden. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass die Bedienung einer Heckenschere schwieriger wird, je länger sie ist. Besonders geeignet hier sind Elektroheckenscheren, da sie sowohl die Leistungsfähigkeit für die langen Sägeblätter, als auch das geringere Gewicht, als Motorenheckenscheren aufweisen. Manche Stellen im Garten sind allerdings auch für diese langen Heckenscheren kaum zu erreichen, so dass hier ein sogenannter Teleskopstab zum Einsatz kommen muss. Eine Heckenschere mit einem solchen Verlängerungsstab wird auch als Langstiel Heckenschere bezeichnet und ist im Prinzip eine gängige Heckenschere mit einer entsprechenden Verlängerung.

Diese Teleskopheckenscheren gibt es sowohl mit Akku und Elektroantrieb, als auch mit benzinbetriebenem Motor. Der wohl wichtigste Punkt beim Kauf einer solchen Heckenschere ist, wie hoch die Problemhecken oder -sträucher wirklich sind. Ein Teleskopstab mit einer Länge von beispielsweise fünf Metern macht nur Sinn, wenn im Garten regelmäßig Gewächse dieser Höhe beschnitten werden müssen. Sind Hecken und Sträucher nur drei Meter hoch, reicht auch eine solche Verlängerung. Wenn Sie ein Teleskopheckenschere bestellen, erhalten sie ein entsprechendes Werkzeug mit einer langen Stange. Diese ist dann entweder starr oder in Teleskopform ausfahrbar. Die Länge variiert in den meisten Fällen zwischen zwei und fünf Metern. Die Heckenschere ist auf der Spitze des Stabes montierbar. Im Fall eines Motors ist dieser in den meisten Fällen unterhalb des Verlängerungsstabes angebracht. Damit versuchen die meisten Hersteller den Massepunkt des Gerätes so weit wie möglich nach unten zu verlagern. Bei manchen Teleskopstangen kann es allerdings passieren, dass der Motor oben auf der Stange befestigt ist, was eine Handhabung der Heckenschere dann ungleich komplizierter macht. Eine ordentliche Teleskopheckenschere sollte auch mit dickeren Ästen kein Problem haben. Doch neben der Leistung ist vor allem auch die Flexibilität in der Handhabung wichtig. Eine gute Teleskopheckenschere sollte nicht nur gut verlängern, sondern auch besonders flexibel im Winkel sein. Es ist wenig hilfreich, wenn das Teleskop sehr lang ist, die Heckenschere an dessen Spitze aber nicht über die Heckenkante gelangen kann. Die Messer der Schere müssen also einen bestimmten Winkel zum Verlängerungsstab aufweisen. Nur so lässt sich jeder Busch und jeder Strauch beschneiden, ohne dass Sie eine Leiter besteigen müssen. Beste Ergebnisse werden im Übrigen bei langen Schneidschwertern erzielt. So lassen sich auch die breitesten Hecken optimal beschneiden.

Fazit

Wer sich seine optimale Heckenschere zulegen möchte, sollte vor seinem Kauf auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Heckenscheren achten. Eine Heckenschere mit Akku machen Sinn, wenn die Arbeiten leicht und der Leistungsanspruch gering sind. Geringes Gewicht, wenig Lärm, flexibel im Gebrauch – diese Schneidwerkzeuge machen wenig Probleme können aber auch nicht viel leisten. Elektroheckenscheren sind für Teleskopstangen optimal und auch für die schwierigen Stellen einer größeren Hecke. Allerdings begrenzt das Stromkabel die Einsatzmöglichkeiten. Wer es großflächig braucht und dabei auch dickere Äste sägen muss, wird an einer Motoren- oder Benzinheckenschere nicht vorbeikommen. Diese Utensilien sind allerdings schwer, oftmals nur von Profis zu bedienen und außerdem teuer in Anschaffung und Unterhaltung.

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