NAS Server mit 6 Festplatten
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir leben heute in einer digitalen Welt, in der das Internet eine entscheidende Rolle spielt. Fotos, Dokumente, Rechnungen und Zertifikate werden heute meist digital erstellt und per E-Mail oder auf anderem Wege elektronisch versendet. Da sich jedoch besonders die Qualität und die Möglichkeiten stets weiter entwickeln, wird auf kurz oder lang der Speicherplatz zu einem echtem Problem. Das gilt besonders dann, wenn große Datenmengen digital gespeichert werden müssen. Kapazitäten von Festplatten sind auf der anderen Seite jedoch begrenzt und vor allem auf dem Computer werden außerdem eine Menge weiterer Daten, etwa vom Betriebssystem gespeichert. Hier haben in der Vergangenheit vor allem externe Festplatten Abhilfe geschaffen. Doch auch diese haben ihre Nachteile, vor allem dann, wenn es um den Einsatz im Netzwerk geht. Ein NAS-Server ist in diesem Fall eine praktische und sichere Alternative, für die Speicherung Ihrer digitalen Daten.

Was ist ein NAS-Server?

NAS Steht für Network Attached Storage. Es handelt es also um einen Speicher, der an das Netzwerk angebunden ist. Der NAS Server ist damit ein spezieller Server, der ausschließlich der Speicherung von großen Datenmengen dient. Anders als zum Beispiel eine externe Festplatte, ist der NAS-Server direkt mit dem Netzwerk verbunden. Es kann also von allen Geräten, die Teil des Netzwerks bzw. der Domain sind, auf den Server zugegriffen werden, um die entsprechenden Daten abzurufen. Darüber hinaus ist der NAS-Server um ein Vielfaches sicherer, als eine externe Festplatte, da er über verschiedene Sicherheitsfunktionen und Komponenten verfügt, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen bzw. den Zugriff auf bestimmte Daten zu begrenzen. Auf eine externe Festplatte hingegen kann jeder zugreifen, der die Festplatte mit einem Computer verbindet, sofern Dateien nicht durch ein Passwort geschützt sind.

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Anwendungsgebiete für einen NAS-Server

Der Einsatz von NAS Technologie eignet sich vor allem dort, wo große Datenmengen gespeichert und abgerufen werden müssen. Dabei ist jedoch die Größe des Netzwerkes völlig unerheblich. Einige Beispiele sind zum Beispiel:

* Streaming von Mediendateien oder Musik auf dem Fernseher oder dem PC
* Datenzugriff auch von außerhalb des eigenen Netzwerks
* Speicherung von großen Datenmengen, wie z.B. Filme
* Fälle, bei denen die Datensicherheit durch redundante Speicherung von Bedeutung ist
* Der Einsatz als Druckserver
* Als Speichermedium für die Aufnahme von Filmen aus Online Videotheken oder vom Fernseher

Neben den oben genannten Szenarien gibt es aber natürlich auch noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie Sie einen NAS Server effektiv und sinnvoll einsetzen können. Generell gilt hier: wann immer große Datenmengen oder sensible Dateien sicher gespeichert werden müssen, ist ein Einsatz der NAS Technologie sinnvoll.

NAS oder Cloud? Vor- und Nachteile

Cloud Lösungen gibt es heute zur genüge. Diese bieten Ihnen zudem teilweise große Speichermengen an, die für die meisten privaten Nutzer völlig ausreichend sind. Auch in Punkto Sicherheit und Datenschutz legen die Anbieter von Cloud Lösungen viel Wert. Viele Menschen tun sich jedoch schwer damit, gerade vertrauliche Informationen und Dokumente in fremde Hände zu geben. Hinzu kommt außerdem, dass der Zugriff auf diese Cloud Server sowie die Kontrolle der Sicherheitsmaßnahmen sehr eingeschränkt sind. Sie müssen sich hier voll und ganz auf den Cloud Hoster verlassen. Darüber hinaus schreiben die Richtlinien von vielen Unternehmen ausdrücklich vor, dass die Daten auf einem eigenen Server gespeichert werden müssen. In diesem Fällen haben Sie mit einem NAS-Server keine Probleme. Alle Daten werden auf dem eigenen Gerät gespeichert und Sie haben zur jeder Zeit vollen Zugriff auf Ihre Daten sowie auf den Server selbst.

Ein weiteres Problem ist aber auch, dass viele Cloud Server nur eine bestimmte Menge an Speicherplatz zur Verfügung stellen können. Vor allem wenn Sie über große Datenmengen verfügen, kann es unter Umständen sehr schwierig werden, einen Hoster mit der erforderlichen Datenmenge zu finden. Außerdem gilt es bei Cloud Lösungen den Kostenfaktor zu berücksichtigen. Der Hoster berechnet Ihnen nämlich für die Nutzung seiner Dienste eine Gebühr. Diese ist vor allem bei Paketen mit viel Speicherplatz nicht billig. Ein NAS-Server auf der anderen Seite hat zwar ggf. hohe Anschaffungskosten, es handelt sich dabei jedoch um eine einmalige Investition. Vor allem bei teuren Cloud Paketen mit großem Datenvolumen, haben Sie die Anschaffungskosten des NAS-Servers bereits nach ein bis zwei Jahren wieder eingespielt, sodass sich NAS vor allem auf lange Sicht lohnt.

Aus welchen Komponenten besteht ein NAS Server?

Im Aufbau ist ein NAS Server ähnlich, wie ein Computer oder ein gewöhnlicher Server. Er verfügt etwa über einen eigenen Prozessor sowie über einen Arbeitsspeicher und nutzt die RAID Technologie. In vielen Fällen ist auch eine Festplatte vorhanden, die Größe und die Art sind jedoch vom Anbieter und vom Preis abhängig. Manche NAS Modelle können zudem mit weiteren Festplatten ausgestattet werden, um die Kapazität zu erweitern. Darüber hinaus verfügen die Server in der Regel über eine Hot Swap Funktion, um den schnellen und unkomplizierten Austausch von Daten und den schnellen Wechsel von Gerät zu Gerät zu ermöglichen. Eine Copy Funktion, um Daten auf den Server zu übertragen bzw. auf den PC zu kopieren ist ebenfalls vorhanden.

Damit der Server funktioniert, ist außerdem ein Betriebssystem installiert. In der Regel ist hier Linux der Standard, es gibt jedoch durchaus auch Modelle die mit Microsoft Windows Server laufen. Auch hier gilt es sich vor dem Kauf zu informieren bzw. ein Gerät zu suchen, dass das gewünschte Betriebssystem enthält. Darüber hinaus verfügt der Server natürlich über LAN und USB Anschlüsse, für die Anbindung an das Netzwerk bzw. für die Verbindung von anderen Speichermedien, wie USB Sticks, externe Festplatten, etc. Einige Modelle verfügen zudem über eSATA Anschlüsse sowie über WLAN. Da es sich hier jedoch nicht um einen Standard handelt, sollten Sie hier bei der Wahl Ihres NAS-Servers besonders aufmerksam sein, damit diese Funktionen vorhanden sind.

NAS Server ohne Festplatten – ein Höchstmaß an Sicherheit

Sie können ein NAS System auch ohne Festplatte erhalten. In diesem Fall werden die Daten nicht direkt auf dem Server gespeichert. Vielmehr dient das Gerät in diesem Fall als zentrales Medium für den Datentransfer. Wann immer Daten zum Beispiel von einem anderen Server oder aus der Cloud abgerufen werden, wird der Datentransfer über den NAS Server abgewickelt. So bleiben die Ressourcen der anderen Server bzw. Computer im Netzwerk frei, für die alltägliche Arbeit und der Betrieb wird nicht gestört. Auch ein NAS Server ohne Festplatte verfügt jedoch in der Regel über ein bis zwei Plätze, auf denen Festplatten zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden können, sollte sich die Notwendigkeit dazu ergeben.

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Worauf ist beim Kauf eines NAS Servers zu achten?

Es gibt einige Dinge, auf die Sie beim Kauf Ihres neuen NAS achten sollten. Um eine korrekte Entscheidung treffen zu können, ist es jedoch zunächst wichtig, festzulegen, wo der Server eingesetzt werden soll. Sind Sie auf der Suche nach einem NAS, für die Speicherung von Filmen und Dokumenten zu hause, oder soll das Gerät vielleicht in einem großen Firmennetzwerk eingesetzt werden? Für beide Situationen gibt es natürlich unterschiedliche Anforderungen, vor allem was die Datenmenge und die Leistung angeht.

Die beiden wichtigsten Kriterien sind jedoch in den meisten Fällen die Kapazität sowie der Prozessor. Der Prozessor ist für die Leistung des NAS-Servers verantwortlich. Vor allem in großen Netzwerken ist ein starker Prozessor daher besonders wichtig, während im heimischen Netzwerk die Leistung durchaus etwas vernachlässigt werden kann. Ähnlich sieht es auch bei der Festplatte aus. Möchten Sie das Gerät für zu hause nutzen, dann haben Sie in der Regel mit begrenztem Datenvolumen zu tun und haben darüber hinaus einen guten Überblick darüber, welche Festplattengröße ausreichend ist. Vor allem bei einem Einsatz im Unternehmen ist die Datenmenge jedoch schwer vorhersehbar. Hier ist in der Regel eine große Festplatte wichtig. Außerdem kann es sinnvoll sein, sich für einen Server zu entscheiden, dessen Kapazität ggf. durch weitere Festplatten erweitert werden kann.

Außerdem sollten Sie einen Blick auf den Arbeitsspeicher werfen, da dieser Auswirkung auf die Performance des Servers hat. Auch hier gilt wieder: für zu hause muss es nicht unbedingt eine riesiger Arbeitsspeicher sein, sodass Sie hier durchaus an den Kosten sparen können. Zu guter letzt ist es dann noch interessant zu wissen, über welche Anschlüsse der Server verfügt. Hier gibt es natürlich keine Richtlinien, sondern die Anforderungen richten sich ganz nach Ihrem Netzwerk. Ein LAN Anschluss ist standardmäßig vorhanden, genauso wie es auch bei USB Anschlüssen der Fall ist. Legen Sie jedoch Wert darauf, dass sich er NAS-Server auch über WLAN mit dem Netzwerk verbinden lässt, oder benötigen Sie zum Beispiel einen eSATA Anschluss, um das Gerät mit anderen Speichermedien, wie DVD-ROM oder Festplatten zu verbinden, dann müssen Sie hier besonders achtsam sein. Zudem kann je nach Gerät auch die Anzahl der Anschlüsse variieren – ebenfalls etwas, dass Sie im Hinterkopf behalten sollten.

Der Stromverbrauch

Da ein NAS in vielen Fällen 24h am Tag am Netz ist, ist auch die Frage nach dem Stromverbrauch interessant. Vor allem günstigere Geräte können hier zu einer bösen Überraschung werden und im Nachhinein hohe Kosten verursachen. Ausschlaggebend ist hier außerdem die Wattzahl, die das System nutzt. Bei einem 35 Watt Server liegen die Kosten zum Beispiel im Durchschnitt bei ca. 86 Euro im Jahr. Entscheiden Sie sich hingegen für ein 16 Watt System, dann reduzieren sich die Kosten mit ca. 40 Euro jährlich um mehr als die Hälfte. Allein schon aus diesem Grund sollten Sie hier sorgfältig die verschiedenen Angebote vergleichen und ggf. den Stromverbrauch errechnen.

Welche Hersteller sind für einen NAS-Server zu empfehlen?

Inzwischen gibt es ein recht gutes Angebot an NAS Servern, welches Ihnen sowohl Markenprodukte als auch günstigere Optionen bietet. So finden sich hier zum Beispiel bekannte Marken, wie D-Link oder Seagate, die sich bereits als Hersteller von Festplatten oder Routern einen Namen auf dem Markt gemacht haben. Andere Hersteller sind etwa Western Digital oder Synology, die ebenfalls für Qualitätsprodukte stehen. Günstigere Server hingegen bekommen Sie unter anderem von Qnap oder Buffalo, ohne Sie dabei auf eine gute Qualität verzichten müssten.

Wo kann man einen NAS Server kaufen?

Entsprechende Server finden Sie inzwischen online im Internet. Auf verschiedenen Webseiten können Sie das Angebot an Servern übersichtlich vergleichen und sich so einen Einblick in die Möglichkeiten sowie in die Leistung und die Kosten verschaffen. Zudem bieten verschiedene Online Shops, wie etwa Amazon, NAS Server an. Hier profitieren Sie vor allem davon, dass Sie die Bewertungen anderer Kunden sehen können. So erfahren Sie bereits im Vorfeld, ob der Server hält was er verspricht, oder ob Sie sich vielleicht lieber nach einem anderen Modell umschauen sollten.

Eine Alternative bietet aber selbstverständlich auch der Kauf bei einem IT Fachhandel. Hier haben Sie den zusätzlichen Bonus, dass Sie sich ausführlich vom Fachmann über die Möglichkeiten beraten lassen können. An Hand Ihrer Angaben zur Nutzung und zum Einsatz des Servers erhalten Sie hier konkrete Empfehlungen für ein Gerät, dass Ihren Anforderungen und Wünschen entspricht und somit auch die erwartete Leistung erbringen kann.

Zusammenfassung und Fazit

Der Kauf eines NAS Servers sollte wohl durchdacht und im Vorfeld geplant werden. Sie sollten sich Gedanken über das Einsatzgebiet und die Storagekapazitäten machen. Weitere wichtige Punkte, auf die Sie bei einem NAS-Server achten sollten, sind außerdem der Stromverbrauch sowie die Möglichkeit, den Speicher bei Bedarf zu erweitern. Vor allem bei der Nutzung zu hause sollten Sie außerdem darauf achten, dass der Server leise funktioniert, damit es nicht zu einer Lärmbelästigung kommt. Arbeiten Sie mit hohem Datenvolumen, dann ist eine hohe Geschwindigkeit besonders wichtig. Arbeitsspeicher und Prozessorleistung sowie eine schnelle Netzwerkanbindung sollten in diesem Fall Ihre Priorität sein. Außerdem sollten Sie ggf. auf eine benutzerfreundliche Schnittstelle und einfache Bedienung achten. Auch wenn das sicherlich nicht das wichtigste Kriterium für den Kauf ist, können Sie sich hier vor allem als weniger versierter Nutzer viel Zeit und Ärger bei der Einrichtung und der Verwaltung des Gerätes sparen.

Fazit

Vor dem Kauf eines NAS-Server sollten Sie sich in jedem Fall ausführlich informieren und sowohl den Preis als auch die Leistung miteinander vergleichen. Es muss sicherlich nicht immer das teuerste Gerät sein, aber in vielen Fällen ist eben auch die günstigste Lösung nicht immer die geeignetste. Sollten Sie sich nicht sicher sein oder über keine Erfahrungen auf dem Gebiet verfügen, kann es unter Umständen durchaus sinnvoll sein, sich von einem IT Fachmann ausführlich beraten zu lassen. Dieser informiert Sie nicht nur genau über die verschiedenen Geräte, sondern auch über die unterschiedlichen Möglichkeiten.

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