Elektro Scooter – mehr als ein Roller
Ein Elektro Scooter ist ein umweltschonendes Fahrzeug, welches mittels leistungsstarker Akkus betrieben wird. Es gibt ihn in vielen Varianten und Größen, sodass er in allen Bereichen des täglichen Lebens seine Berechtigung findet. Einige Modelle benötigen eine Straßenzulassung und einen Führerschein, andere Modelle werden im Gesundheitsbereich eingesetzt, zum Beispiel um die Mobilität von Senioren zu erhöhen. Eine dritte Gruppe von Elektro Scootern gleichen dem gleichnamigen Tretroller für Kinder und werden als Sportgerät verwendet.
Was macht einen elektrisch betriebenen Scooter aus?
Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch eine Rahmenkonstruktion mit dahinter verankertem Fußraum aus. Je nach Ausführung können die einzelnen Modelle über eine Sitzgelegenheit für eine oder zwei Personen verfügen. Um als Elektromobil zu gelten, muss ein Elektromotor integriert sein. Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor hat der Elektromotor den Vorteil, dass er ohne Treibstoff wie Benzin oder Diesel betrieben werden kann und wesentlich wartungsärmer gepflegt werden kann. Stattdessen besitzt der E-Scooter einen leistungsstarken Akku, der mittels Strom beladen wird. Das Aufladen erfolgt entweder an Stromtankstellen, hauptsächlich in Großstädten, oder an dem heimischen Stromnetz. Eine handelsübliche Haushaltssteckdose mit einer Spannung von 220 Volt genügt für die schnelle Aufladung.
Die unterschiedlichen Varianten Elektro Scootern
Roller, die mit einem elektrischen Motor betrieben werden, werden auch E-Scooter genannt. Es gibt sie in schätzungsweise mehr als 100 unterschiedlichen Ausführungen:
– E-Roller für den Straßenverkehr, inklusive einer Sitzbank für ein bis zwei Personen, je nach Modell
(zum Beispiel der steuerfreie Elektroroller „Hawk“ mit Straßenzulassung)
– langsamer E-Roller für den Straßenverkehr, inklusive bequemem Sitz für Senioren oder Gehbehinderte
(zum Beispiel der ORIGINAL Invacare E-Scooter Leo für Menschen mit Behinderung)
– klappbarer Elektro-Roller mit einem Fahrradsattel für eine Person
(zum Beispiel der Original MACH1 Elektro E-Scooter Modell-6B EEC-48V/1000W)
– klappbarer Elektro-Roller ohne einen Sitzgelegenheit als motorisierter Tretroller für eine Person
(zum Beispiel der Razor E100 Glow Electric Scooter)
– Segway Personal Stehroller, bestehend nur aus 2 Rädern, Lenkstange und Trittbrett für die Füße
(zum Beispiel das selbst balancierende Elektrofahrzeug Ninebot Mini Street (320) mit Straßenzulassung)
– Elektro-Zug-Roller ohne Sitz, wird hauptsächlich im Hobbybereich eingesetzt
- Alter: 8+, Maximales Benutzergewicht: 54 kg.
- Innovative Power-Core-Technologie mit wartungsfreiem, drehmomentstarkem 85-Watt-Nabenmotor für eine sanfte Beschleunigung auf bis zu 16 km/h mit einem Druck auf den Gashebel
- Die wiederaufladbare, verschlossene 12-V-Blei-Säure-Batterie ermöglicht eine verlängerte Fahrzeit von bis zu 80 Minuten im Dauerbetrieb
- Der Hinterradantrieb sorgt für eine bessere Gleichgewichtskontrolle und Traktion für eine sicherere, stabilere Fahrt
- Leichter Ganzstahlrahmen und -gabel sowie ein plattenfreier, luftloser Hinterreifen für eine solide Fahrt
Die verschiedenen Typenbezeichnungen der E-Scooter mit Straßenzulassung
In Deutschland werden E-Scooter in unterschiedliche Typen und EG-Fahrzeugklassen eingeteilt.
– Das Leichtmofa fährt bis 20 km/h schnell
– Das Mofa darf bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h gefahren werden
Für Mofas besteht die Helmpflicht, eine Fahrerlaubnis ist jedoch nicht erforderlich. Diese wird erst für die folgenden größeren Modelle verlangt.
– Das Kleinkraftrad L1e (Moped) besitzt eine Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h. Gefahren werden dürfen diese Mopeds ab 16 Jahren mit einem Führerschein der Klasse M beziehungsweise der Klasse B oder höher
– Das Leichtkraftrad L3e darf 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit auf den Tacho bringen. Für diese Fahrzeuge wird der Führerschein A1 verlangt.
– Für L3e Motorräder sollte der Fahrer mindestens über einen Führerschein Klasse A verfügen. Natürlich besteht für alle Mopeds oder Motorräder eine Helmpflicht auf deutschen Straßen.
Die Straßenzulassung für einen Elektro Scooter
Jedes Fahrzeug, welches über einen Motor verfügt, benötigt prinzipiell eine gesetzliche Zulassung und die entsprechende Kennzeichnung in Form eines Nummernschildes, wenn es auf öffentlichen Straßen und Wegen benutzt werden soll. Das bedeutet, dass selbst die kleinen klappbaren Scooter, die mit einem Elektromotor betrieben werden, registriert und genehmigt werden müssen. Anders verhält es sich, wenn diese Fahrzeuge nur auf einem privaten Gelände genutzt werden. In diesem Falle ist das Führen dieser E-Scooter auch ohne Straßenzulassung und Kennzeichen zulässig. Als öffentliche Straßen und Wege werden auch Plätze, Wälder oder abgelegene Gegenden bezeichnet, auf denen sich fremde Personen aufhalten können. Hier ist das Führen von E-Scootern ebenfalls nur erlaubt, wenn es über eine Straßenzulassung verfügt und der Fahrer je nach Ausführung auch einen Führerschein besitzt.
Die Vor- und Nachteile von elektrisch betriebenen Scootern
Elektro Scooter ermöglichen einen ökologischen und bequemen Transport bei verhältnismäßig geringen Kosten und kleinem Wartungsaufwand. Besonders in Großstädten kann dies ein Vorteil sein, da hier der Parkplatz doch oft nur recht begrenzt zur Verfügung stehen. E-Scooter haben jedoch noch viele weitere Vorzüge, die hier nicht vergessen werden sollten:
+ E-Scooter erzeugen gegenüber den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren keine Abgase und sind daher sehr umweltfreundlich.
+ Sie sind auch im laufenden Betrieb recht leise. Eine Geräuschbelästigung von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern entfällt.
+ Dadurch, dass diese Fahrzeuge mit Strom betrieben werden, halten sich die Folgekosten sowie die Betriebskosten und der -aufwand sehr in Grenzen.
+ Die Wartung von Elektro Scootern ist ebenfalls gegenüber dem Verbrennungsmotor recht gering. Verschleißteile sind nicht vorhanden, das Einstellen von Vergaser etc. entfällt.
+ Es gibt keinen erhöhten Motorverschleiß bei häufiger Nutzung auf kurzen Strecken. Das ist besonders in der Stadt bei nur zeitweiser Auslastung vorteilhaft.
+ Die recht übersichtlichen Maße eines E-Scooters erlauben das Führen auch in engen Gassen und Straßen. Das Fahren auf den Bürgersteigen ist jedoch verboten. Kleinere Modelle wie Mofas mit einer Geschwindigkeit von 20 beziehungsweise 25 km/h dürfen jedoch auf dem Fahrradweg geführt werden, sofern keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
+ Eine Parkplatzsuche in der City gestaltet sich für Fahrer von Elektro Scootern nicht schwierig. Diese Fahrzeuge können praktisch immer und überall platzsparend geparkt werden, vorausgesetzt, das Parken ist grundsätzlich erlaubt.
+ Klappbare E-Scooter können auch in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden, sofern der benötigte Platz dafür vorhanden ist. Der Transport von Rollstühlen und Kinderwagen hat in Bussen immer Vorrang. Solange der E-Roller zusammengeklappt wird, fallen keine Zusatzkosten an, da er dann als Gepäckstück gilt. Bei ausgeklappten und fahrbereiten Rollern muss ein Fahrradticket entwertet werden.
+ Mit einem Elektro Scooter ist man nicht mehr abhängig von immer geringer werdenden fossilen Treibstoffen und den stetig steigenden Preisen an der Tankstelle.
+ Das Aufladen kann bequem zu Hause oder praktisch jeder anderen Steckdose von unterwegs aus erfolgen.
Elektro Scooter besitzen jedoch auch einige Nachteile gegenüber den Rollern mit Verbrennungsmotor. Hier ist unter anderem zu nennen:
– E-Scooter besitzen leider immer noch einen höheren Anschaffungspreis im Gegensatz zu traditionellen Rollern. Die Anschaffung rentiert sich aber bereits nach kurzer Zeit, da Strom im Vergleich zu Benzin oder Diesel wesentlich preiswerter ist. Je öfter der E-Scooter benutzt wird, desto schneller haben Sie den hohen Einkaufspreis wieder reingefahren.
– Im Vergleich zum Tanken dauert das Aufladen der Akkus natürlich länger, auch wenn die neue Generation von Akkus bereits sehr kurze Ladezeiten aufweisen kann. Abhilfe kann hier ein zweiter Akku schaffen, der in der Zeit aufgeladen werden kann, indem der Roller selbst mit Akku Nr. 1 in Betrieb ist. Das Wechseln der Akkus selbst erfolgt binnen einer Minute.
– Ersatzakkus sind recht teuer und können unter Umständen sogar den halben Neupreis eines Elektro Scooters ausmachen. Daher sollte die Anschaffung gut überlegt werden, auch wenn ein Ersatzakku Vorteile bringt. Manche Händler bieten für einen geringeren Aufpreis gleich einen Ersatzakku beim Kauf eines Elektro Scooters an.
– Die öffentlichen Ladestationen zum Aufladen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen sind im Vergleich zu Tankstellen für traditionelle Fahrzeuge in Deutschland noch recht dünn vertreten, auch wenn sich das zumindest in Großstädten bereits ändert. Hier befinden sich die frei zugänglichen Stromladestationen meist vor öffentlichen Behörden und an ausgewiesenen größeren Parkplätzen. In ländlichen Bereichen müssen die meisten Elektro Scooter überwiegend zu Hause aufgeladen werden.
– Mit einem vollen Akku kommen Sie je nach Modell bis zu 50 km weit, ehe dieser wieder aufgeladen werden muss. Eine volle Tankladung Benzin oder Diesel reicht da schon wesentlich weiter. Elektro Scooter werden daher meist für Kurzstrecken eingesetzt. Dank der digitalen Anzeige können Sie jederzeit sehen, wie voll der Akku noch ist oder ob er bald geladen werden muss.
– Elektro Scooter wiegen mehr, als herkömmliche Roller, da besonders Blei-Gel-Akkus sehr schwer sind. Hochwertigere E-Scooter besitzen meist die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus (Lithium-Polymer oder Lithium-Eisen-Phosphat). Diese haben ein geringeres Gewicht als die Blei-Gel-Akkus, sind jedoch immer noch um ein vielfaches schwerer als der Tank bei Verbrennungsmotoren.
– Die Leistung von Elektro Scootern ist geringer, was sich besonders auch an Steigungen bemerkbar macht. Hier sind Roller mit Verbrennungsmotor klar im Vorteil.
– Da Akkus nur eine begrenzte Lebensdauer haben, fallen früher oder später doch noch neue Kosten für einen Ersatzakku an. Die Lebensdauer kann je nach Ausführung und Qualität der Akkus unterschiedlich ausfallen. Durch eine sachgemäße Handhabung kann die Lebensdauer der Akkus um ein Vielfaches verlängert werden.
– Bei Frost verlieren alle Arten von Akkus erheblich an Leistung. Dies gilt auch für die Akkus von E-Scootern. Die Nutzung von einem Elektro Scooter im Winter ist daher nur bei guten Witterungsbedingungen möglich.
Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Elektro Scooter kaufen möchten
Bei der großen Variantenvielfalt sollten Sie vor dem Kauf genau wissen, welcher E-Scooter am Besten für Sie geeignet ist. Bedenken Sie, dass die Fahrzeuge eine Straßenzulassung benötigen, wenn Sie sie in der Öffentlichkeit nutzen möchten. Einzig die immer beliebter werdenden Segways sowie Mofas brauchen keine Versicherungs- und Führerscheinpflicht, da sie rechtlich als Fahrrad gelten und auch überall dort gefahren werden dürfen, wo auch Fahrräder erlaubt sind.
Weitere Kaufkriterien sollten beachtet werden, je nachdem, wie Sie den Elektro Scooter verwenden möchten.
Fragen Sie sich vor dem Kauf, ob das Fahrzeug ein oder zwei Sitze benötigt, wie langlebig der Akku sein soll und welche Reichweite das Fahrzeug besitzen soll. Manchmal kann es nützlich sein, dass sich der Akku auswechseln lässt. Gekoppelt mit der Verwendung eines zweiten Akkus spart das Zeit ein. Kaufen Sie nur einen Elektro Scooter, der auch Ihrer Qualifikation (Führerschein) entspricht. Das verhindert späteren Ärger.
Einen Elektro Scooter gebraucht oder doch lieber neu kaufen?
Je nach Hersteller und Ausführung kann ein neuer Elektro Scooter recht teuer sein. Da liegt der Gedanke nahe, sich ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen. Diese sind im Vergleich gesehen preiswerter. Dennoch sollten Sie sich diesen Schritt genau überlegen, denn bei bereits gebrauchten Fahrzeugen wissen Sie nie genau, wie leistungsfähig der Akku noch ist. Wenn Sie sich dennoch einen gebrauchten E-Scooter anschaffen möchten, so kaufen Sie am Besten ein Modell vom Fachhandel, denn dort werden gebrauchte Geräte in der Regel vor dem Weiterverkauf durchgecheckt. Des Weiteren erhalten Sie dort eine Garantie auf die einzelnen Elektro Scooter. Bei einem Ankauf über private Anbieter im Internet entfällt sie Garantiepflicht. Bei später auffallenden Mängeln können Reklamationen nicht mehr in Anspruch genommen werden.
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Wo Sie einen Elektro Scooter kaufen können
Einen E-Scooter können Sie im Einzelhandel oder online im Internet kaufen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei dem Kauf vor Ort können Sie die einzelnen Modelle persönlich begutachten und auch ausprobieren. So wissen Sie genau, was Sie kaufen und ob Sie damit zurechtkommen. Nach dem Kauf können Sie ihr neues Fahrzeug gleich mit nach Hause nehmen und müssen nicht erst auf die Lieferung warten. Im Internet müssen Sie sich auf die Angaben und Bilder der Verkäufer verlassen. Dafür ist die Auswahl an unterschiedlichen Produkten jedoch um ein Vielfaches höher als beim Einzelhandel. Der Kauf kann rund um die Uhr erfolgen, ohne dass sie auf Feiertage und gesetzliche Öffnungszeiten achten müssen. Die Anfahrt und eventuelle Parkplatzsuche entfällt, genau wie auch das anstehen an der Kasse. Ihr Elektro Scooter wird Ihnen bequem nach Hause geliefert. Durch Gutscheinaktionen und Rabatte können Sie die eventuell anfallenden Lieferkosten auffangen und meist auch noch bares Geld im Gegensatz zum Kauf vor Ort einsparen. Das macht den Kauf über das Internet natürlich interessant.
Um ein hochwertiges Produkt zu finden, sollten Sie vor dem Kauf die Qualität der jeweiligen Elektro Scooter testen, indem Sie Testergebnisse von unabhängigen Institutionen lesen oder sich Kundenrezensionen von mehr oder weniger zufriedenen Käufern ansehen.
Fazit
Elektro Scooter sind eine gute Möglichkeit, um sich preiswert und umweltbewusst besonders in Städten fortbewegen zu können. Die Variantenvielfalt von Elektro Scootern ist recht groß. Sie werden als nützliches Fortbewegungsmittel oder als Freizeit- und Spaßgerät verwendet. Da Funsportler immer auf der Suche nach einem noch größeren Kick sind, ist es nicht verwunderlich, dass immer neue und verrücktere E-Scooter auf den Markt kommen.
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